Fakten



14. Juli 1700

Der Hofrat will alle Hurerey- und Gaukelhäuser ausrotten

München - Haidhausen - Au * Ein Befehl des Hofrats fordert dazu auf, bei „behöriger Straff“ endlich alle „Hurerey- und Gaukelhäuser auszurotten“. Doch die Hopfengärten rings um die Stadt, die finsteren Bögen an der Südseite des Marktplatzes, die Ziegelöfen in Haidhausen und die Herbergen in der Au sind beliebte Liebesnester und Schlupflöcher vagierender Mädchen.  

An den genannten Plätzen werden immer wieder sogenannte „Schrannenmentscher“ aufgegriffen. 

Um 1770

Max V. Franz Xaver von Preysing erweitert den Haidhauser Besitz

Haidhausen * Max V. Franz Xaver von Preysing-Hohenaschau erweitert den Haidhauser Besitz auf 11 Tagwerk, wovon alleine der „Hopfengarten“ 2½ Tagwerk groß ist. 

Der Graf lässt eine Pappelallee vom Schloss bis zu den Bierkellern am Gasteig pflanzen.

1771

Noch mehr Maulbeerbäume

München * Kurfürst Max III. Joseph gibt erneut einen Erlass heraus, wonach überall Maulbeerbäume anzupflanzen sind.

Schon wenige Jahre später gibt es tatsächlich mehrere Zehntausend junge Maulbeerbäume, darunter auch im „Hasen- und Hopfengarten im Schloss Nymphenburg“ oder im Schlossgarten der Burg Trausnitz in Landshut.