Fakten 1899



1899

Valentin Ludwig Fey arbeitet als Schreinergeselle bei verschiedenen Meistern

München-Maxvorstadt * Nach Ablegen seiner Gesellenprüfung arbeitet Valentin Ludwig Fey beim Schreinermeister Röder in der Arcisstraße 66 und später beim Schreinermeister Nürnberger, Barer Straße 70. Er verdient in der Woche zwischen 20.- und 25.- Mark.

1. Januar 1899

Nymphenburg wird nach München eingemeindet

München-Nymphenburg * Die selbstständige Gemeinde Nymphenburg wird mit den Gemeindeteilen Ebenau, Gern und Hirschgarten nach München eingemeindet. 

6. März 1899

Innerhalb des Turnvereins München von 1860 gründen sich die Fußballer

München-Isarvorstadt * Innerhalb des Turnvereins München von 1860 gründet sich eine vereinseigene Spielriege, aus der die Fußballer hervorgehen.

15. April 1899

Leonhard Romeis Bebauungspläne werden genehmigt

München * Die „Lokalbaukommission“ genehmigt die von Leonhard Romeis vorgelegten Bebauungspläne für die Richard-Wagner-Straße.

2. Mai 1899

Pater Rupert Mayer erhält die „Priesterweihe“

Rottenburg * Pater Rupert Mayer erhält in Rottenburg die „Priesterweihe“.

20. Juli 1899

Salvator wird ein gesetzlich geschütztes Warenzeichen

Berlin * Die Bezeichnung „Salvator“ wird vom Kaiserlichen Patentamt in Berlin als gesetzlich geschütztes Warenzeichen anerkannt. Der Firmenname wird daraufhin von Gebrüder Schmederer Aktienbrauerei in Paulaner-Salvator-Brauerei umbenannt.

15. August 1899

Gisela Royes wird im Hause Fey als Köchin angestellt

München-Au * Gisela Royes, Karl Valentins spätere Ehefrau, wird im Hause Fey als Dienstmädchen [Köchin] angestellt.

13. September 1899

Die Luitpoldbrücke wird ein Opfer der Fluten

München-Bogenhausen * Die Isar schwillt auf 1.290 Kubikmeter in der Sekunde an. Bei diesem sogenannten Jahrhunderthochwasser wird die Luitpoldbrücke in Bogenhausen von den Fluten des Gebirgsflusses weggerissen.

3. Oktober 1899

Das neue Theater soll Prinz-Regententheater heißen

München-Bogenhausen - München-Haidhausen * Die Münchener Neuesten Nachrichten berichten „mit aufrechter Freude“, dass der Prinzregent „das von einem Konsortium an der äußeren-Prinz-Regentenstraße zu erbauende Theater Prinz-Regententheater“ nennen wird. Außerdem teilt die Zeitung mit, „daß das neue Theater nach Bayreuther Vorbild mit amphitheatrischem Zuschauerraum und verdecktem Orchester gebaut“ werde.

Der Artikel betont ausdrücklich, dass das Theater „außer dem großen klassischen Drama auch das Wagner'sche Musikdrama“ pflegen will und „eine für Bayreuth nachtheilige Konkurrenz nach dem Programme der Intendanz ausgeschlossen“ sei.

November 1899

„Sioux-Indianer“ im „Internationalen Handels-Panoptikum“ ausgestellt

München-Hackenviertel - München-Schwabing * Eine Gruppe von „Sioux-Indianern“ wird im „Internationalen Handels-Panoptikum“ ausgestellt.

„Red-Tail“, ein Mitglied der Truppe stirbt in München an Tuberkolose.
Der Todesfall und die Beerdigung am „Schwabinger Friedhof“ sorgt für großes Aufsehen in der Presse.

Dezember 1899

2.000 Münchner Haushalte sind an das Elektrizitätsnetz angeschlossen

München * Bereits 2.000 Münchner Haushalte sind an das öffentliche Elektrizitätsnetz angeschlossen.