Fakten

9. Februar 1848

König Ludwig I. lässt die Universität schließen

München-Maxvorstadt * König Ludwig I. lässt wegen der öffentlichen Proteste der katholisch-konservativen Partei gegen die königliche „Mätressenwirtschaft“ die „Universität“ schließen und verfügt, dass alle Studenten umgehend München zu verlassen haben.  

Als der der „Burschenschaft Alemannia“ zugehörige Eduard Graf von Hirschberg am Odeonsplatz von anderen „Burschenschaftlern“ bedrängt wird, zieht der Graf sein Messer und fuchtelt damit in der Luft herum.
Dadurch eskaliert die Situation. Verletzt wird bei dieser Aktion jedenfalls niemand.  

Lola Montez mischt sich unter die Schaulustigen und sieht sich sofort einer bedrohlichen Verfolgungsjagd ausgesetzt.  
Sie kann gerade noch vor der aufgebrachten Menge in die „Theatinerkirche“ flüchten, wo sie von ausgerückten „Kürassieren“ in die „Residenz“ eskortiert werden muss.  

König Ludwig I. tobt und lässt daraufhin umgehend die „Universität“ bis zum „Wintersemester“ schließen.  
Außerdem verfügt er, dass alle nicht aus München stammenden Studenten innerhalb von 48 Stunden die Stadt zu verlassen haben.  

In München sind etwa 1.500 Studenten „immatrikuliert“.  
Rund die Hälfte davon zieht vor das Haus des „Rektors“ Friedrich Wilhelm von Thiersch, der die Betroffenen mit den Worten beruhigt:  
„Sagen Sie überall, Sie seyen arme Studenten aus München, die man aus der Stadt gewiesen, aus Gründen, die Sie vor aller Welt aussprechen dürfen“

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