Fakten

1897

In Deutsch-Südwestafrika bricht eine „Rinderpest“ aus

Deutsch-Südwestafrika * Die „Herero“ erwirtschafteten ihren Lebensunterhalt traditionell mit der „Rinderzucht“.

Als es im Jahr 1897 zu einer „Rinderpest“ ausbricht, werden die Herden der „Herero“ stark dezimiert.
Durch die zunehmende „Aneignung des Landes“, insbesondere wertvoller „Weidegründe“, durch die sich die „deutschen Siedler“ in den Besitz der Rinder bringen wollen, kommt es in der Folge zu empfindlichen Einbußen der „Herero“.

Das betrifft nicht nur wirtschaftliche, sondern auch kulturelle Werte.
Hinzu kommen noch „Betrügereien“ der Siedler.

Durch die daraus resultierende Verarmung waren viele „Herero“ gezwungen, Lohnarbeit auf deutschen Farmen anzunehmen.  Andere, noch Vieh besitzende „Herero“, geraten immer öfter in Konflikte mit den „Siedlern“, wenn sie ihre Herden auf dem nunmehr von den Deutschen beanspruchtem Land weiden ließen.
Zornige „Siedler“ vertreiben die „Hirten“ oftmals gewaltsam.

Neben dem existenzbedrohenden Verlust immer größerer „Weidegebiete“ war es die „rassistische Diskriminierung der Herero“, die als Auslöser für den „Aufstand“ wirkt.

Weitere schwere Vergehen waren „Vergewaltigung“ und „Mord“, deren sich „Siedler“ gegenüber den „Herero“ schuldig gemacht hatten.
Dass diese Fälle vielfach nicht oder nur milde bestraft werden, verstärkt die Spannungen weiter.