Am 21. April geschah

  • 21.4.1315 (vor 703 Jahren)

    München-Angerviertel * König Ludwig IV. „der Baier“ befreit das „Angerkloster“ von allen Steuern. 

  • 21.4.1694 (vor 324 Jahren)

    Lüttich * In einem eigenen Wahlakt wählt die „pfälzische Partei“ ihren Kandidaten Ludwig Anton.

  • 21.4.1706 (vor 312 Jahren)

    Wien * Die „Reichsacht“ wird über die beiden wittelsbachischen Kurfürsten Joseph Clemens und Max Emanuel verhängt.

  • 21.4.1809 (vor 209 Jahren)

    Tirol * Nachdem es in Innsbruck nichts mehr zu tun gibt, bricht der in Lothringen geborene österreichische General Johann Gabriel Marquis von Chasteler de Courcelles mit seinen Truppen nach Trient auf, um dort die Franzosen zu vertreiben.

  • 21.4.1847 (vor 171 Jahren)

    München * Friedrich von Gärtner stirbt.

    Eduard Metzger übernimmt daraufhin die Bauleitung für die Arbeiten am „Siegestor“.

  • 21.4.1864 (vor 154 Jahren)

    Erfurt * Max Weber, der spätere Soziologe, Ökonom, Jurist, Historiker und politische Analyst, wird - in großbürgerlichen Verhältnissen - in Erfurt geboren. 

  • 21.4.1907 (vor 111 Jahren)

    München-Maxvorstadt * Carl Gabriel eröffnet in der Dachauer Straße 16 sein erstes Münchner Kino unter dem weltmännischen Namen „The American Bio-Cie./Carl Gabriel's Theater lebender Bilder“ mit 145 Plätzen. 
    Es ist Münchens viertes Kino.

    Es werden Stummfilme gezeigt, die von einem mehr oder weniger talentiertem Klavierspieler und einem „Explikateur“, einen „Filmerklärer“, begleitet werden.

    An den Lehnen der Vordersitze sind Drahtgestelle angebracht, in denen man seinen Masskrug abstellen kann.
    Statt Popkorn und Eis - wie heute - werden Schokolade und Wurstsemmeln verkauft.

    Nach 19 Uhr geht fast niemand mehr ins Kino, denn:
    „Der Münchner geht im Gegensatz zum Berliner, soweit er es ermöglichen kann, lieber Nachmittags ins Kino, weil er den Abend gern im Bierrestaurant verbringt“.

    Trotzdem suchen die „Gebildeten“ das Kino erst im Schutz der Dunkelheit auf.
    Etwaige Bekannte begrüßen sich - wenn überhaupt - mit einem verlegenem Lächeln.
    Es gibt „Logen“ mit einem Loch im Vorhang, von dem aus man zwar alles sehen kann, selbst aber nicht gesehen wird.

    Die Münchner Polizei besucht im „Auftrag der Obrigkeit“ regelmäßig die „Kinematographen“.
    Sie muss sicherstellen, dass im dunklen Kinosaal alles „sittlich“ und „mit rechten Dingen“ zugeht.

  • 21.4.1919 (vor 99 Jahren)

    München * Ostermontag: Die „Versammlung der Betriebsräte“ im „Festsaal des Hofbräuhauses“ beschließt, den „Generalstreik“ auf Dienstag auszuweiten und diesen Tag zur „Demonstration der Macht des Proletariats“ zu nutzen.

    Abgelehnt wird der Vorschlag von Eugen Leviné, die „Massendemonstration“ mit einer Schlusskundgebung in der rot ausgekleideten „Frauenkirche“ zu beenden.

  • 21.4.1919 (vor 99 Jahren)

    München * Ostermontag: Emil K. Maenner, der „Volksbeauftragte für Finanzen“ und Towia Axelrod, der als „Politischer Kommissar“ dem „Vollzugsrat“ angehört und zugleich „Stellvertretender Volksbeauftragter für Finanzen“ ist, ordnen an, dass bei den Geldinstituten wöchentlich nicht mehr als 600 Mark abgehoben werden dürfen. 

  • 21.4.1939 (vor 79 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Der evangelischen „Matthäus-Kirchengemeinde“ wird die Nutzung des „Weiße Saales“ in der ehemaligen „Augustinerkirche“ - rückwirkend zum 15. Juni 1938 - vertraglich zugesprochen. 

    Die Unterhalts- und etwaige Instandsetzungskosten gehen zu Lasten der Kirchengemeinde. 

  • 21.4.1997 (vor 21 Jahren)

    München-Au * Beginn der Fundamentierungsarbeiten am „Karl-Valentin-Geburtshaus“ in der Zeppelinstraße 41. 

  • 21.4.2015 (vor 3 Jahren)

    München-Graggenau - München-Theresienwiese * Der „Stadtrats-Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft“ diskutiert in einer nichtöffentlichen Sitzung über die Bewerbungen für das diesjährige „Oktoberfest“.  

    Insgesamt liegen dem „Wirtschaftsausschuss“ 1.214 Bewerbungen vor, 2014 waren es noch 1.310 gewesen.  
    568 Bewerber werden zugelassen [2014: 569].  
    Die Bandbreite reicht vom großen Bierzelt bis zum Zuckerwattestand, von der Achterbahn bis zum Flohzirkus.  

    Das „Schützen-Festzelt“ soll künftig 7.000 statt bisher 5.500 Plätze bekommen.  
    Gleichzeitig wird die „Festhalle“ schmäler.  

    Die „Hühnerbraterei Poschner“ und sein Inhaber Berni Luft kommt nicht mehr zum Zug.  
    Dafür erhält Josef Able, der ältere Bruder des „Marstall“-Wiesnwirts Siegfried Able, einen Standplatz.
    Über das Konzept ist noch nichts bekannt.