Am 29. November geschah

  • 29.11.1253 (vor 767 Jahren)

    Landshut - Scheyern * Herzog Otto II. stirbt in Landshut. Seine Grabstätte befindet sich im Benediktinerkloster Scheyern. Herzog Ludwig II. der Strenge regiert zwischen 1253 und 1255 gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich XIII. das Herzogtum Baiern und die Pfalzgrafschaft Rhein. 

  • 29.11.1632 (vor 388 Jahren)

    Mainz * Der als Winterkönig in die Geschichte eingegangene Friedrich V. stirbt in Mainz. 

  • 29.11.1705 (vor 315 Jahren)

    Regensburg * Der in Regensburg stattfindende Reichstag des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation macht sich Sorgen um „das rebellische Volk“ in Baiern.

  • 29.11.1780 (vor 240 Jahren)

    Wien * Kaiserin Maria Theresia stirbt in Wien. Ihr Sohn, Kaiser Joseph II., übernimmt jetzt die Titel der Könige von Böhmen, Kroatien und Ungarn. 

  • 29.11.1805 (vor 215 Jahren)

    Tirol * Baierische Truppen übernehmen die Besetzung Tirols.

  • 29.11.1809 (vor 211 Jahren)

    München * In Anerkennung seiner Verdienste um den König, die königliche Familie und um Baiern erhält Freiherr Montgelas das Grafendiplom verliehen. Es ist vererbbar - und damit können seine ehelichen männlichen und weiblichen Nachkommen auch diesen Adelstitel führen.  

    Damit verbunden ist, als besonderer Gnadenerweis und Vertrauensbeweis des Königs, die Errichtung eines Majorats. Ein Majoratsbesitzer kann frei über sein Eigentum bestimmen und darf es im Erbfall sogar ungeteilt an den ältesten Sohn weitergeben. Neben Montgelas gelingt es in Altbaiern nur zwei Familien, ein Majorat zu bilden: Carl Philipp Fürst von Wrede und Johann Maximilian von Preysing-Hohenaschau.

    Für Montgelas, der ursprünglich aus einer Familie ohne jeglichen Grundbesitz stammt, hat das Majorat zwischenzeitlich erhebliche Bedeutung gewonnen, denn er wird schon während seiner Amtszeit zu einem der reichsten Grundherren. 

  • 29.11.1850 (vor 170 Jahren)

    Olmütz * Österreich und Preußen verständigen sich in der Olmützer Punktation wieder auf eine Zusammenarbeit. Der Deutsche Bund soll wieder vollständig hergestellt werden. Preußen verzichtet auf seinen Führungsanspruch und muss seine Unionspolitik endgültig aufgeben. 

  • 29.11.1862 (vor 158 Jahren)

    Weißenburg * Gustav von Kahr wird in Weißenburg geboren. 

  • 29.11.1872 (vor 148 Jahren)

    München-Englischer Garten - Tivoli * Nahezu alle Gründer der Kommanditgesellschaft Kunstmühle Tivoli von K. Kurlaender & Comp. gründen eine neue Aktiengesellschaft. Diese firmiert jetzt endgültig unter dem Namen Kunstmühle Tivoli.

  • 29.11.1896 (vor 124 Jahren)

    München-Lehel * Die evangelische Lukaskirche wird eingeweiht. Ihr Baustil ist historisierend mit eindeutig herausragenden Jugendstilelementen. Das Evangelische Gemeindeblatt stellt mit Genugtuung fest, dass die „Kirchengemeinde die Kosten des großen Werkes, ohne Lotterie, Kollekte oder dergleichen, auf ihre eigenen Schultern genommen“ hat.

    Die Lukaskirche wird oftmals als der Dom der evangelischen Mitbürger in München bezeichnet. Sie wird heute vom tosenden Verkehr und Lärm der Steinsdorfer Straße eingezwängt. 

  • 29.11.1918 (vor 102 Jahren)

    München * Aufgrund der Kohlennot wird die Gasverbrauchsmenge gekürzt. Die Straßenbeleuchtung wird statt wie bisher um 0:30 Uhr um 21 Uhr abgeschaltet. 

  • 29.11.1918 (vor 102 Jahren)

    München * Das II. Bataillon mit 846 Offizieren und Mannschaften ziehen durch das geschmückte Karlstor zum Bürgerbräukeller. 

  • 29.11.1918 (vor 102 Jahren)

    München * Auf der Kabinettssitzung wird über die Verletzung der Abrüstungsbestimmungen des Waffenstillstandsabkommens beraten. Dabei stellt sich heraus, dass die Stilllegung der Munitionsindustrie in München 8.000 Arbeiter erwerbslos machen würde.

    Es wird nichts unternommen, die Produktion wird noch bis Mitte Januar 1919 fortgesetzt. Die Räte protestieren nicht. Für Kurt Eisner ist es ein bedrückendes und moralisches Dilemma, denn es ist nicht nur ein Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen, sondern auch eine stillschweigende Verleugnung eines Ziels der Revolution. 

  • 29.11.1918 (vor 102 Jahren)

    München * Unter der Überschrift Zur Kenntnisnahme veröffentlicht der Ministerpräsident des Volksstaates Bayern: Kurt Eisner nachstehende Erklärung:

    • „Man bemüht sich von allen Seiten mich aufmerksam zu machen auf die albernen Artikel, die eine gewisse Presse gegen meine Person richtet.
    • Ich erfahre daraus allerlei interessante Bereicherungen meiner Biographie. Man erweist mir darin auch die Ehre, mich mit einem Familien- und Erwerbssinn zu begaben, der mir nur in geringstem Maße bisher beschieden war. Schon habe ich meinen gesamten Familienanhang in gut bezahlten Stellungen untergebracht.
    • Besorgte Leute verlangen von mir, daß ich gegen solche Äußerungen, die jedoch nur eine Fäulniserscheinung des zusammengebrochenen Systems sind, einzuschreiten. Ich wiederhole, daß die Presse in voller Freiheit soviel Dummes und Kluges, soviel Anständiges und Schmutziges produzieren soll, wie es ihrem geistigen und moralischen Vermögen entspricht.
    • Ich habe in den 4 ½ Kriegsjahren soviel Verachtung gegen diese Presse aufgehäuft, daß sie genügt, um mich für den Rest meines Lebens gegen jede Neigung zu festigen, auch nur polemisch mich mit ihr zu befassen.“ 
  • 29.11.1918 (vor 102 Jahren)

    München-Graggenau * Die Revolutionsfeier im Nationaltheater wird für die Verwundeten wiederholt. 

  • 29.11.1918 (vor 102 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Der bayerische Staat ist bereit, einen Ausgleich für die Königliche Zivilliste und die Apanagen zu leisten, abzüglich des Anteils für die Repräsentationsaufwendungen. 

  • 29.11.1918 (vor 102 Jahren)

    München * Der Staatsminister für militärische Angelegenheiten Albert Roßhaupter sagt dem Landtags-Bibliothekar Rudolf Buttmann in einem persönlichen Gespräch zu, der Bürgerwehr Waffen zur Verfügung zu stellen und rät ihm, auch die Gewerkschaften offiziell zu beteiligen. 

  • 29.11.1918 (vor 102 Jahren)

    Berlin * Das Preußische Kultusministerium

    • schafft das Schulgebet vor und nach dem Unterricht ab und
    • verbietet alle religiös geprägten Feiern.
    • Schüler dürfen nicht mehr zur Teilnahme an Gottesdiensten oder am Religionsunterricht verpflichtet werden.
    • Religionslehre ist kein Prüfungsfach mehr.

    Dieser Erlass löst vor allem in den katholischen Reihen einen Sturm der Empörung aus. 

  • 29.11.1963 (vor 57 Jahren)

    Großbritannien - USA * Die fünfte Beatles-Single „I Want To Hold Your Hand“ (Rückseite: „This Boy“) erscheint. Sie wird zum ersten Nummer-1-Hit der Beatles in den USA. Die Single verkauft sich weltweit über 15 Millionen Mal.

  • 29.11.1968 (vor 52 Jahren)

    Großbritannien * John Lennons und Yoko Onos erste gemeinsame Langspielplatte „Unfished Music No. 1 - Two Virgins“ erscheint. 

  • 29.11.1976 (vor 44 Jahren)

    Bonn * Der CDU-Bundesvorstand fordert die CSU-Führung auf, bis zum Tag der konstituierenden Sitzung des 8. Deutschen Bundestages die Fraktionsgemeinschaft wieder herzustellen. Andernfalls wird die CDU in Bayern einen Landesverband gründen. 

  • 29.11.1985 (vor 35 Jahren)

    München * Eine Bürgerversammlung spricht sich gegen die Errichtung eines Kurt-Eisner-Denkmals in der Kardinal-Faulhaber-Straße aus. Rasch wird offensichtlich, dass sich die Debatte weniger um den Ort für das angeregte Denkmal dreht, als vielmehr zu einer grundsätzlichen politischen Auseinandersetzung um Kurt Eisner und die Revolution von 1918/19 entwickelt. 

  • 29.11.2001 (vor 19 Jahren)

    Los Angeles * George Harrison, der „stille Beatle“ stirbt in Los Angeles, Kalifornien, an Krebs. Er stand lange Zeit im Schatten von John Lennon und Paul McCartney. Durch die Verwendung orientalischer Instrumente und Kompositionen seit Mitte der 1960er-Jahre wurde er zu einem der Wegbereiter der Weltmusik.

    Wie auch John Lennon hinterlässt George Aufnahmen für ein komplettes Album, das sein Sohn Dahni und Jeff Lynne anhand seiner ausführlichen Notizen fertigstellen und 2002 unter dem Titel „Brainwashed“ veröffentlichen.