Am 28. Februar geschah

  • 28.2.1799 (vor 218 Jahren)

    Bamberg * Johann Joseph Ignaz Döllinger wird in Bamberg geboren.

  • 28.2.1810 (vor 207 Jahren)

    Tirol * Im „Pariser Abkommen“ wird Tirol aufgeteilt.

    Der südliche Teil Tirols wird Italien zugeschlagen.
    Napoléon Bonaparte wirft Baierns Verwaltung in Tirol Versagen vor. 

    Salzburg, Regensburg und die Markgrafschaft Bayreuth sollen an das Königreich Baiern fallen. 

  • 28.2.1847 (vor 170 Jahren)

    Karlsruhe * Im Karlsruher „Hoftheater“ bricht ein Feuer aus, das innerhalb von 28 Minuten gelöscht werden kann und deshalb „nur“ 63 Menschenleben fordert.

  • 28.2.1858 (vor 159 Jahren)

    München * Die Richard-Wagner-Oper „Lohengrin“ wird in München aufgeführt.

  • 28.2.1878 (vor 139 Jahren)

    München * Joseph Schülein ist - gemeinsam mit Gustav und Jakob Schülein - Miteigentümer eines Unternehmens für „Bank- und Wechselgeschäfte“, das beispielsweise bei der Finanzierung des Münchner „Vieh- und Schlachthofes“ mitwirkt.

  • 28.2.1898 (vor 119 Jahren)

    Berlin * Das „Flottengesetz“ des „Deutschen Reichstags“ in Berlin löst das Wettrüsten mit Großbritannien aus. 

  • 28.2.1908 (vor 109 Jahren)

    München * Ernst Philipp Fleischers Ehe wird „wegen Ehebruchs mit der früheren Modellsteherin Maria Reitmaier“ geschieden.

  • 28.2.1919 (vor 98 Jahren)

    Kreuzviertel * Am Nachmittag beraten die „Delegierten der bayerischen Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte“ im Münchner „Landtagsgebäude“ an der Prannerstraße einen Kompromissantrag.  

    Darin wird festgelegt, dass der „Kongress der Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte“ den „Provisorischen Nationalrat“ darstellt.  

    • In den nächsten Tagen sollen 250 Delegierte gewählt werden, die diesem „Provisorischen Nationalrat“ künftig angehören.  
       
    • Im Anschluss daran soll ein „Aktionsausschuss“ gewählt werden, der sich aus je sieben Mitgliedern der „Vollzugsausschüsse der Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte“, je drei Vertretern von „SPD“, „USPD“, „Revolutionärem Arbeiterrat“ und „Bayerischem Bauernbund - BBB“ zusammensetzt.  
    • Die Mitglieder des „Aktionsausschusses“ können jederzeit vom „Provisorischen Nationalrat“ abgesetzt werden.  
    • Der „Aktionsausschuss“ wählt aus seiner Mitte einen „Zentralrat“, dessen Mitglieder dem „Aktionsausschuss“ verantwortlich sind.  
       
    • Außerdem soll in absehbarer Zeit das „Staatsgrundgesetz“ vom 4. Januar 1919 zur „Volksabstimmung“ vorgelegt werden.
    • Das „Staatsgrundgesetz“ soll zuvor aber noch in einigen Punkten abgeändert werden, in dem die „Räte“ das „Recht zur Gesetzesinitiative“ und ein „Vetorecht gegen Parlamentsbeschlüsse“ festgeschrieben erhalten.  
    • Bei Streitigkeiten hat das Volk das letzte Wort und entscheidet per „Volksentscheid“.  

    Hans Unterleitner wirbt mit großem Engagement für den Kompromiss:  
    „Die zweite Revolution ist eine Tatsache. Nun handelt es sich darum, sich klar zu sein, was die zweite Revolution will. [...]
    Wir haben die politische Macht erobert und lassen sie uns nicht mehr nehmen“
    .  

    • In seinen Ausführungen stellt er fest, dass die Beratungen mit den „Bauernvertretern“ gezeigt haben, dass die Bauern einer „Räterepublik“ jegliche Unterstützung verweigern.  
    • Ohne die Bauern kann jedoch so ein Experiment unmöglich funktionieren:  
      „Wir dürfen die Augen vor der Tatsache nicht verschließen, in Deutschland und in Bayern liegen eben die Verhältnisse anders wie in Russland“
  • 28.2.1919 (vor 98 Jahren)

    Kreuzviertel * Noch vor der Abstimmung werden die Delegierten Max Levien, Erich Mühsam, Gustav Landauer, Franz Michael Cronauer und Wilhelm Reichart von der SPD-nahen und von „Innenminister“ Erhard Auer errichteten „Republikanischen Schutztruppe“ aus dem Sitzungssaal heraus verhaftet.

    Ernst Niekisch versucht verzweifelt Herr der Lage zu bleiben und erreicht, dass die Verhafteten wenige Minuten später wieder freigelassen werden.
    Die Verantwortung für die unübersichtliche Situation übernimmt schließlich der „Stadtkommandant“ Oskar Dürr und der „Polizeipräsident“ Josef Staimer.

    Nun kann abgestimmt werden.

    Erich Mühsams Antrag auf „Ausrufung einer Räterepublik“ wird mit 234 zu 70 Stimmen abgelehnt.
    Dafür einigen sich die „Rätevertreter“ auf den vorgelegten Kompromissantrag. 

  • 28.2.1919 (vor 98 Jahren)

    München * Im „Wagnersaal“ und im „Mathäserbräu“ tagen die „Unabhängigen Sozialdemokraten“ beziehungsweise die „Kommunisten“, als die Nachrichten über die Verhaftungen im „Landtagsgebäude“ eintreffen.  

    Spontan bilden sich Demonstrationszüge zur Befreiung der Inhaftierten.  
    Von der „Türkenkaserne“ schließt sich ihnen eine Abordnung des „Leibregiments“ an.  

    Der inzwischen vereinigte Demonstrationszug bewegt sich zum „Landtagsgebäude“ in der Prannerstraße, wo die inzwischen befreiten Gefangenen zur Menge sprechen und sich die Demonstration daraufhin unter Hochrufen auf die „Räte“ auflöst. 

  • 28.2.1919 (vor 98 Jahren)

    München * In Theatern, Kinos und Konzertsälen dürfen wieder Veranstaltungen durchgeführt werden.  

    Die „Sperrstunde“ wird auf 22 Uhr festgesetzt.  
    Ab 23 Uhr werden die Straßen vom Militär geräumt. 

  • 28.2.1919 (vor 98 Jahren)

    München * Laut einer Anordnung der „Polizeidirektion“ müssen alle Schusswaffen bis zum 3. März abgegeben werden.

  • 28.2.1931 (vor 86 Jahren)

    Ludwigsvorstadt * Offizielle Eröffnung von Karl Valentins und Liesl Karlstadts „Valentin-Bühne im Goethesaal“

    Das Unternehmen entwickelt sich im ersten Monat ganz gut.

  • 28.2.1933 (vor 84 Jahren)

    Berlin * Die Verordnung des „Reichspräsidenten“ Hindenburg „Zum Schutz von Volk und Staat“, die sogenannte „Reichstagsbrandverordnung“ wird erlassen. 

    Damit werden unter anderem „Grundrechte“ außer Kraft gesetzt und willkürliche polizeiliche „Schutzhaft“ ohne richterliche Kontrolle ermöglicht.

  • 28.2.1933 (vor 84 Jahren)

    München * Erich Mühsam wird in „Schutzhaft“ genommen. 

  • 28.2.1942 (vor 75 Jahren)

    Großbritannien * Brian Jones, der spätere Lead-Gitarrist der „Rolling Stones“ kommt als Lewis Brian Hopkin Jones zur Welt. 

  • 28.2.1990 (vor 27 Jahren)

    Deutschland - Englischer Garten * Der Orkan „Wiebke“ wütet über Deutschland, Teilen der Schweiz und Österreichs.  

    In der Folge fallen rund 70 Millionen Festmeter Sturmholz an, was ungefähr der doppelten Holzmenge entspricht, die üblicher Weise im normalen Holzeinschlag erarbeitet wird.  

    Auch der Baumbestand im „Englischen Garten“ ist stark betroffen.