Am 19. Juni geschah

  • 19.6.1097 (vor 921 Jahren)

    Nicäa * Die „ Kreuzfahrer“ nehmen Nicäa, die erste bedeutende Stadt unter islamischer Herrschaft, ein.

    Das Heer des „Ersten Kreuzzugs“ besteht aus 40.000 Personen, von denen nur 4.500 Ritter oder Adelige sind.
    Der Rest sind nicht-waffenfähige Handwerker, Städter und Bauern.

    Das missfällt zwar den Führern der „Kreuzzüge“, da die Armen ernährt werden müssen.
    Doch die „Kreuzzüge“ sind ja zugleich „Pilgerfahrten“.

  • 19.6.1294 (vor 724 Jahren)

    München * Im „Rudolfinum“, dem aus 22 Artikeln bestehenden „Grundgesetz der Stadt München“, bestätigt Herzog Rudolf der Stadt alle Rechte seiner Vorgänger. 

    Die Stadt München bekommt die „Gerichtsbarkeit“ mit Ausnahme der „drei Fälle“, die zum Tode führen.

    Im „Rudolfinum“ wird bereits der Begriff „Burgfrieden“ als ein Bereich außerhalb der Stadtmauern formuliert, der zum Rechtskreis der Stadt gehört.
    Wörtlich heißt es dort: „in der stat oder darumbe, daz doch zu der stat gehöret“

  • 19.6.1597 (vor 421 Jahren)

    München * Eine eingesetzte Kommission verlangt zur Verhütung des „Staatsbankrotts“ die Abdankung Herzog Wilhelms V..

  • 19.6.1688 (vor 330 Jahren)

    München - Toskana * Der Ehevertrag zwischen der baierischen Prinzessin Violante Beatrix und dem Erbprinzen Ferdinand von Toskana wird geschlossen.

  • 19.6.1690 (vor 328 Jahren)

    Freising * In einer fünfteiligen Zeremonie ergreift Bischof Joseph Clemens Besitz von seiner „Bischofskirche“ und der „Bischöflichen Residenz“.

    War der am Tag zuvor vollzogene „Einzug nach Freising“ eine Darstellung des „Freisinger Hofstaates und des Militärs“, so gestaltet sich die Übernahme des „Freisinger Dombezirks“ als eine Prozession des „Hofstaates und der Geistlichkeit“.

    Den Abschluss der Feierlichkeiten bildet ein großes „Freyschiessen“, an dem sich zweihundertsechzig Schützen und Schützenkompanien in vier Durchgängen beteiligen. 
    Acht Tage dauert das „Schützenfest“.

    Bei den Umzügen stehen römische Gottheiten und die vier Elemente im Mittelpunkt.
    „Fürstbischof“ Joseph Clemens tritt darin in der Rolle des „Capo der Sonnenquadrille“ auf.

  • 19.6.1801 (vor 217 Jahren)

    München * Das „Topographische Bureau“ wird gegründet. 

    Damit beginnt die allgemeine „Landes- und Katastervermessung Baierns“, das dadurch das erste exakt vermessene Land Europas werden wird.

    Mit fünf jeweils fünf Meter langen Messstangen wird die 21.653,8 Meter lange „Basislinie“ zwischen Oberföhring und Aufkirchen bei Erding gemessen.
    Die Verlängerung der Linie verläuft auf der einen Seite durch die Turmspitze der Aufkirchener Kirche und auf der anderen Seite durch die Spitze des nördlichen Turms der „Frauenkirche“, die zugleich den „Nullpunkt des bayerischen Koordinatensystems“ bildet.

    Die Vermessung erfolgte in Metern, obwohl die Maßeinheit erst im Jahr 1872 im „Deutschen Reich“ eingeführt wird. 

  • 19.6.1802 (vor 216 Jahren)

    München-Kreuzviertel - Neuburg * Um 4 Uhr früh werden die restlichen Karmelitinnen in ihre neue Niederlassung nach Neuburg gebracht. 

  • 19.6.1805 (vor 213 Jahren)

    München-Lehel * Die ehemaligen „Hieronymiten-Mönche“ erhalten die Weisung, das Gebäude, „welches sie dermal bewohnen, weil es zu einem Staatszweck bestimmt ist“, schnellstmöglich zu räumen.  

    Zum Unterhalt erhält der Prior eine Jahrespension von 300 Gulden, die übrigen Patres jeweils 275 Gulden.  
    Zur Auflage wird ihnen gemacht, „die pfarrlichen Verpflichtungen im Lehel“ bis zur anderweitigen Verfügung pflichtgemäß zu versehen. 

  • 19.6.1836 (vor 182 Jahren)

    Kiefersfelden * Ein weiteres Denkmal der etappenweisen Verabschiedung des 17-jährigen Bayernprinzen Otto auf seinem Weg nach Griechenland findet sich in Kiefersfelden.

    Da Prinz Otto die dortige Grenze nach Österreich schlafend überquert hatte, kehrt er am nächstens Tag noch einmal zurück, um sich ganz bewusst „vom Boden seiner Heimat“ zu verabschieden.
    Diese aufsehenerregende Geste führt zur Errichtung der vom „Bauinspektor“ Daniel Ohlmüller geplanten neugotischen „Ottokapelle“

  • 19.6.1865 (vor 153 Jahren)

    München-Graggenau * „Tristan und Isolde“ wird im „Hof- und Nationaltheater“ zum dritten Mal aufgeführt.

    König Ludwig II. wohnt der Aufführung nicht bei, da er die Anwesenheit seines Onkels und Taufpaten Otto, des entthronten „Königs von Griechenland“, und seines Onkels Luitpold, dem späteren „Prinzregenten“, in seiner Loge als störend empfindet.

  • 19.6.1886 (vor 132 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Der Leichnam König Ludwigs II. wird in der „Krypta“ der „Michaelskirche“ beigesetzt.

  • 19.6.1901 (vor 117 Jahren)

    Berlin * Das „Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der Literatur und Tonkunst“ wird verabschiedet.

  • 19.6.1910 (vor 108 Jahren)

    München-Isarvorstadt * Das 3,40 Meter hohe Standbild für den „Märchenkönig“ Ludwig II. wird auf der „Corneliusbrücke“ eingeweiht. 

    Es zeigt den jungen Monarchen im Krönungsornat vor seinem Thron.

  • 19.6.1915 (vor 103 Jahren)

    Leipzig * Die SPD-Politiker Hugo Haase, Eduard Bernstein und Karl Kautsky veröffentlichen in der „Leipziger Volkszeitung“ ein „Manifest gegen den Krieg“.  

    Daraufhin wird das Erscheinen der Zeitung für mehrere Tage verboten. 

  • 19.6.1917 (vor 101 Jahren)

    Großbritannien * In Großbritannien wird das „Wahlrecht für Frauen“ ab 30 Jahren eingeführt. 

  • 19.6.1964 (vor 54 Jahren)

    Großbritannien * Die Beatles veröffentlichen ihre fünfte EP „Long tall Sally“

    Sie ist die erste EP, die neue Songs enthält.
    Diese sind „I call your name“, „Slow down“, „Long tall Sally“ und „Matchbox“

  • 19.6.1997 (vor 21 Jahren)

    München-Au * Die Baugenehmigung des „Referats für Stadtplanung“ für das „Karl-Valentin-Geburtshaus“ in der Zeppelinstraße 41 liegt vor.