Fakten - Richard-Wagner-Straße 11

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1902

1902
Das ehemalige „Frauenhaus“ (Stadtbordell) wird abgerissen

Sommer 1902
Im „Internationalen Handels-Panoptikum“ bricht ein Brand aus

1902
Gründung der „Anstalt für musikalisches Aufteilungsrecht“

Emil Zeckendorf lässt das Anwesen Richard-Wagner-Straße 11 bebauen

Die ältesten Münchner Filmaufnahmen entstehen

Adolph Brougier lässt das Miethaus in der Richard-Wagner-Straße 3 bauen

Heinrich Nöhbauer und das Anwesen Richard-Wagner-Straße 5

Karl Wildt bebaut das Anwesen Richard-Wagner-Straße 9

Die „Unionsbrauerei“ beschäftigt 168 männliche und 5 weibliche Kräfte

Protestantischen Klassen werden in die „Wörthschule“ verlegt

Um 1902
Fritz Gerlich wird Mitglied in der „Nationalsozialistischen Partei“

1902
Die Zeitschrift „Hammer, Blätter für deutschen Sinn“

Der „Konsumverein München von 1864“ erwirbt ein Grundstück in der Au

Seit 1902
Karl Valentin beginnt mit dem Bau eines „Orchestrions“

1902
Eine 17-stündige Arbeitszeit in der Ziegelei

Ab 1902
Professor Max Littmann baut für sich und seine Familie die „Villa Lindenhof“

1902
Der Vergnügungsteil der „Auer Dult“ auf der „Kohleninsel“

Ab 1902
Benno Beckers Villa in der Maria-Theresia-Straße 26

1902
Ludwig Thomas Komödie „Die Lokalbahn“ wird uraufgeführt

Die „Schank- und Bierwirtschaft Hirschau“ ist erweitert worden

Januar 1902
Frauen und Männer aus Togo im „Internationalen Handels-Panoptikum“

Das „Zucht-, Arbeits- und Korrekturhaus Au“ wird aufgelöst

17. Februar 1902
Mathias Kneißl: „Sakradi, de Woch' fangt scho guat o!“.

21. Februar 1902
Mathias Kneißl wird hingerichtet

März 1902
Mata Hari kehrt aus Java zurück

April 1902
Die erste Abhol-Aktion für das „Brockenhaus“ startet

Ab Mai 1902
Karl Valentin besucht die „Münchner Varieté-Schule Lehmann & Grimm“

12. Mai 1902
Provisorische Eröffnung des Brockenhauses auf der Kohleninsel

4. Juni 1902
Die Neue Isarkaserne wird an die Garnisonverwaltung übergeben

27. Juli 1902
Die Sechziger tragen ihr erstes offizielles Fußballspiel aus

5. August 1902
„Ich heiße jetzt und für immer KARL VALENTIN“

September 1902
Carl Gabriel stellt ein „Hippodrom“ auf dem „Oktoberfestes“ auf

Oktober 1902
Theodor Klopfer lässt sich eine Villa von Gabriel von Seidl erbauen

1. Oktober 1902
Karl Valentin tritt im Nürnberger „Zeughaus“ auf

5. Oktober 1902
Karl Valentin über seinen Nürnberger Auftritt im Zeughaus

7. Oktober 1902
Karl Valentin muss ein Engagement in Nürnberg abbrechen

12. Oktober 1902
Franz von Lenbach erleidet einen Schlaganfall

21. November 1902
Der Verein „Münchner Brockenhaus“ wird gegründet


1913

1913
Der Stummfilm „Karl Valentin privat und im Atelier“ entsteht

Faulhabers Kampf gegen die Geburtenkontrolle

Die „Feuerwache V“ an der Kellerstraße 2a

Ab 1913
Gustl Annast betreibt das „Varieté Savoy“ im „Hotel Reichsadler“

1913
Die „Grundverwertungsgesellschaft“ ersteigert das „Fleischer-Anwesen“

86.000 Protestanten leben in München

Die „Altöttinger-Kapelle“ wird geschlossen

München hat 45 „Lichtspieltheater“

Deutschland führt vier Millionen Kilo Rohseide ein

Emil Zeckendorf wird „k.k. östereichisch-ungarischen Vizekonsul“

Dr. Fritz Gerlich: „Geschichte und Theorie des Kapitalismus“

Stuck gestaltet seine „Amazone“ in Lebensgröße

Der Film „Karl Valentins Hochzeit“ wird nochmal gedreht.

Karl Valentin zieht von der Kanalstraße 16 in die Kanalstraße 8 um

Der Film „Die lustigen Vagabunden“ entsteht

Das „Städtische Arbeitsamt“ zieht an die Thalkirchner Straße

Thomas Mann kauft ein Grundstück im „Herzogpark“

Zusätzliche „Direktionsbüros“ statt „Dienstwohnungen“

Das „Karussell am Chinesischen Turm“ geht in Betrieb

Gründung des „Vereins der Freunde des Alpinen Museums“

1. April 1913
Moosach wird nach München eingemeindet

Die Stadt Milbertshofen wird nach München eingemeindet

12. April 1913
Gründung des „Loos-Vereins Wild West“

26. April 1913
Eröffnung der „Alhambra-Lichtspiele“

1. Mai 1913
Bischof Michael Faulhaber wird in den Adelsstand erhoben

21. Mai 1913
Der Komponist Richard Wagner erhält ein Denkmal

30. Mai 1913
Der Erste Balkankrieg ist beendet

29. Juni 1913
Der Zweite Balkankrieg beginnt

Juli 1913
Aus Elisabeth Wellano wird Liesl Karlstadt

1. Juli 1913
Eingemeindung von Berg am Laim

Eingemeindung von Oberföhring

8. Juli 1913
Serbien und Griechenland erklären Bulgarien den Krieg

10. Juli 1913
Rumänien erklärt Bulgarien den Krieg

11. Juli 1913
Das Osmanische Reich erklärt Bulgarien den Krieg

Um den August 1913
Premiere des Karl-Valentin-Stücks „Alpengesangsterzett Alpenveilchen“

10. August 1913
Der „Bukarester Frieden“ beendet den „Zweiten Balkankrieg“

25. August 1913
Prinzregent Ludwig lädt die Bundesfürsten in die Befreiungshalle

September 1913
Die „Bräurosl-Festhalle“ fasst 12.000 Menschen

Das letzte monarchisch orientierte „Oktoberfest“

Um den September 1913
Der „Bayerische Kurier“ warnt vorm Oktoberfest-Besuch

29. September 1913
Serbien geht als Sieger aus den beiden Balkankriegen hervor

Rosa Luxemburg ruft zum Widerstand gegen den Militärdienst auf

18. Oktober 1913
Eröffnung der „Sendlingertor-Lichtspiele“

30. Oktober 1913
Verfassungsänderung zur Beendigung der Regentschaft

3. November 1913
Den ganzen Monarchismus lächerlich finden

4. November 1913
Prinzregent Ludwig III. erklärt die Regentschaft für beendet

5. November 1913
Prinzregent Ludwig III. proklamiert sich selbst zum König

8. November 1913
König Ludwig III. leistet den „Treueeid“ auf die Verfassung

17. November 1913
Marie Therese, die erste Katholikin auf dem bayerischen Königinsthron

18. Dezember 1913
Willy Brandt wird als Herbert Ernst Karl Frahm in Lübeck geboren


1916

1916
Oskar Richard Moler übernimmt das „Gabriels Lichtspieltheater“

Die Münchner können ihren Durst in 120 „Weinwirtschaften“ stillen

Joseph Schülein erwirbt die „Brauerei Kaltenberg“.

Ludwig und Rosa Rank wohnen in der Richard-Wagner-Straße 17

Emil Zeckendorf wird „Honorarkonsul“

An die Einwohner Münchens werden „Lebensmittelkarten“ ausgegeben

Die „Sommerzeit“ wird im gesamten „Deutschen Reich“ eingeführt

Dr. Fritz Gerlich ist Mitbegründer der „U-Boot-Bewegung“

Die Firma „Münchner Möbelheim, vormals Falk & Fey“

Eine „Fahrerschule“ wird in der „Straßenbahn-Direktion“ eingerichtet

Ab 1916
Lion Feuchtwanger arbeitet an dem Bühnenstück „Jud Süß“

12. Januar 1916
Karl Liebknecht wird aus der SPD-Fraktion ausgeschlossen

14. Januar 1916
Otto Rühle tritt aus der „SPD-Fraktion“ aus

24. Januar 1916
Großbritannien führt die Wehrpflicht für ledige ein

Februar 1916
Das Große Hauptquartier der OHL zieht wieder nach Charleville-Mézières

4. Februar 1916
Brauverbot fürs „Starkbier“ das beliebte „Märzenbier“

5. Februar 1916
Den Weg zu einer tschechoslowakischen Exilregierung ermöglicht

18. Februar 1916
Rosa Luxemburg wird nach einem Jahr Haft entlassen

21. Februar 1916
Ein monatelanger, zermürbender Stellungskrieg entwickelt sich

24. Februar 1916
Deutsche Truppen können das „Panzerfort Douaumont“ einnehmen

März 1916
Ernst Toller verbringt qualvolle Wochen in den Schützengräben

4. März 1916
Premiere: „Aus der guten alten Zeit - Unsere Bürgerwehr vor 100 Jahren“

Franz Marc stirbt bei Verdun

7. März 1916
Die „Bayerischen Motorenwerke - BMW“ werden gegründet

24. März 1916
18 SPD-ler aus der SPD-Fraktion ausgeschlossen

April 1916
Das „Astoria“ wird als zweites Haidhauser Kino eröffnet

Um April 1916
Die staatlich festgelegten Höchstpreise werden deutlich angehoben

1. April 1916
Glocken für die „Johanneskirche“

2. April 1916
Die evangelische Johanneskirche wird eingeweiht

26. April 1916
Die „Muttergottes“ wird zur „Patronin des Königreichs Bayern“

Mai 1916
Mata Hari soll für den deutschen Geheimdienst arbeiten

1. Mai 1916
Karl Liebknecht wird bei einer Antikriegsdemonstration verhaftet

11. Mai 1916
Der Komponist Max Reger stirbt an einem Herzinfarkt

14. Mai 1916
Das Fest „Maria - Patronin des Königreichs Bayern“ erstmals begangen

31. Mai 1916
Im Skagerak tobt die größte Seeschlacht der Weltgeschichte

1. Juni 1916
Beginn der deutschen Großoffensive auf Fort Vaux

4. Juni 1916
Die russische Armee beginnt ihre Offensive gegen Deutschland

7. Juni 1916
Kapitulation der französischen Besatzung in Fort Vaux

16. Juni 1916
Die Nahrungsmittelknappheit treibt die Münchner auf die Straßen

17. Juni 1916
Auf dem Marienplatz kommt es zu Hungerrevolten

Erich Mühsam: Das Volk steht auf! - Auftakt der Revolution

18. Juni 1916
Mit Militär verstärkte Schutzmannschaft räumt den Marienplatz

24. Juni 1916
Die Schlacht an der Somme beginnt

28. Juni 1916
Karl Leibknecht erstinstanzlich verurteilt

1. Juli 1916
Beginn des britischen Angriffs auf die deutschen Stellungen

8. Juli 1916
Militärische Sicherheitshaft für Rosa Luxemburg

10. Juli 1916
Rosa Luxemburg wird in Schutzhaft genommen

August 1916
Mata Hari arbeitet auch für den französischen Geheimdienst

Das Große Hauptquartier der OHL zieht wieder nach Schloss Pleß

23. August 1916
Karl Liebknecht zu über vier Jahren Zuchthaus verurteilt

27. August 1916
Rumänien tritt der Entente bei und erklärt Wien den Krieg

29. August 1916
Prinz Leopold wird Oberbefehlshaber Ost der deutschen Streitkräfte

Kaiser Wilhelm II. ernennt die dritte Oberste Heeresleitung - OHL

31. August 1916
Wer soll die Not der Bevölkerung lindern ?

2. September 1916
Deutsche Offensivbemühungen bei Verdun eingestellt

9. September 1916
Erich Mühsam erwirbt die bayerische Staatsangehörigkeit

15. September 1916
Die britische Armee setzt erstmals Panzer ein

23. September 1916
Das Oktoberfest fällt kriegsbedingt aus

Oktober 1916
Die SPD schließt die Zustimmungsverweigerer aus

11. Oktober 1916
König Otto I. stirbt 68-jährig in „Schloss Fürstenried“

14. Oktober 1916
König Otto I. wird in der „Krypta“ der „Michaelskirche“ beigesetzt

24. Oktober 1916
Rückeroberung von Fort Donaumont durch französische Truppen

26. Oktober 1916
Rosa Luxemburg wird in die Festung Wronke verlegt

November 1916
„Mata Hari“ wird mit der deutschen „Spionin“ Clara Benedix verwechselt

1. November 1916
Die Anordnung der Judenzählung im deutschen Heer

2. November 1916
Räumung des Fort Vaux durch deutsche Truppen

8. November 1916
Prinz Heinrich von Bayern fällt am Monte Sule

9. November 1916
Ein Muster an Pflichterfüllung

11. November 1916
Fürstliches Blut für die Ehre des Vaterlandes

14. November 1916
Den Heldentod des Prinzen Heinrich gewürdigt

17. November 1916
Ein französisches Flugzeug wirft sieben Bomben über München ab

18. November 1916
Einstellung der Kämpfe an der Somme

21. November 1916
Karl I. wird österreichischer Kaiser

Seit Dezember 1916
Die Münchner Kriegsgegner treffen sich jeden Montag im „Goldenen Anker“

2. Dezember 1916
Das Gesetz über den Vaterländischen Hilfsdienst verabschiedet

7. Dezember 1916
Die USPD-Diskussionsabende im Goldenen Anker

12. Dezember 1916
Die Mittelmächte machen der USA ein Friedensangebot

15. Dezember 1916
Valentin-Karlstadt beenden ihr Engagement im „Kabarett Wien-München“

16. Dezember 1916
Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten im „Annenhof“ auf

28. Dezember 1916
Eduard Theodor von Grützner wird geadelt

30. Dezember 1916
Rasputin wird von einem bezahlten Kommando ermordet

Pater Rupert Mayer wird schwer verwundet

Deutsche Friedensinitiative zurückgewiesen


1933

1933
München hat 840.188 Einwohner

Der Englische Garten verliert erneut Grund und Boden

Die Museum-Lichtspiele werden von Anton Rösch betrieben

Ab 1933
Die Aufgaben des „Reichsfinanzhofes“ ändern sich

1933
Eine Ausstellung zur Erinnerung an Richard Wagner

Die „Altöttinger-Kapelle“ am Gasteig wird geschlossen

Charlotte Haas, Enkelin von Joseph Schülein, studiert in England

Dem „Kaufmannsehepaar“ Lieb gehört die Richard-Wagner-Straße 16

Karl Valentin zieht von der Kanalstraße 8 im Lehel in die Sckellstraße 1

Karl Valentin zieht von der Sckellstraße 1 an den Mariannenplatz 4

Karl Valentin arbeitet an seiner Fotosausstellung

3. Januar 1933
Premiere für den Valentin-Karlstadt-Film: „Im Photoatelier“

21. Januar 1933
Der Cowboy Club München Süd lädt ins Josefshaus ein

30. Januar 1933
Machtübernahme: Adolf Hitler wird „Reichskanzler“

Nach dem 30. Januar 1933
Mit dem Nationalsozialismus kommt das Eheverbot für Lehrerinnen zurück

Nach Februar 1933
Im „Kriegerheim“ ist die „Ortsgruppe Giesing der NSDAP“ untergebracht

Februar 1933
„Snip, der Springende Punkt“, ein Reklamefilm mit Karl Valentin entsteht

Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann emigrieren nach Zürich

In der NS-Parteiuniform zum evangelischen Gottesdienst

1. Februar 1933
Auflösung des „Reichstags“ durch die„Reichsregierung“

2. Februar 1933
„Demonstrationsverbot der Kommunisten“ in Preußen

Um den 5. Februar 1933
SA- und SS-Horden ziehen in einem Triumphzug durch die Arbeiterviertel

10. Februar 1933
Für eine differenzierte Auseinandersetzung mit Richard Wagners Werken

11. Februar 1933
Thomas Mann verlässt München

18. Februar 1933
Yoko Ono kommt in Tokyo zur Welt

21. Februar 1933
Dr. Julius Schülein ist „Generaldirektor der Cenovis-Werke“

Hermann Göring will SPDler durch „national gesinnte“ Beamte ersetzen

27. Februar 1933
Der „Reichstag“ brennt

28. Februar 1933
Die „Reichstagsbrandverordnung“ wird erlassen

Erich Mühsam wird in „Schutzhaft“ genommen

5. März 1933
NSDAP erreicht bei der Reichstagswahl nur 43,9 Prozent

Die gemeinsamen Feinde der katholischen Kirche und der NSDAP

8. März 1933
Die letzte Ausgabe der Zeitschrift „Der gerade Weg“ erscheint

9. März 1933
Sturz der konservativen „Regierung Held“ in Bayern

Die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten in Bayern

Dr. Fritz Gerlich wird noch am Tag der „Machtübernahme“ verhaftet

Nach dem 9. März 1933
Die „Gedenktafel für Kurt Eisner“ wird von den Nazis entfernt

11. März 1933
Felix Fechenbach wird in Schutzhaft genommen

12. März 1933
Die „Hakenkreuzfahne“ wird zur „Reichsflagge“

13. März 1933
Päpstlicher Dank an Adolf Hitler

15. März 1933
„Ministerpräsident“ Heinrich Held muss der Gewalt weichen

16. März 1933
Franz Xaver Ritter von Epp übernimmt die Macht in Bayern

17. März 1933
Gründung der „SS-Leibstandarte Adolf Hitler“

19. März 1933
Liesl Karlstadt steht für Therese Giehse auf der Bühne

20. März 1933
Das „Konzentrationslager Dachau“ wird geöffnet

Abschluss des „Kokordats“ zwischen „Deutschem Reich“ und „Vatikan“

21. März 1933
Das „Konzentrationslager Oranienburg“ wird geöffnet

Ein „Konzentrationslager für politische Gefangene“

22. März 1933
Im „KZ Dachau“ werden die ersten Menschen inhaftiert

Nach dem 22. März 1933
Die aufgestaute Angst vor den „Roten“ hat ein Nachspiel

23. März 1933
Das „Christentum“ als „unerschütterliche Grundlage des Dritten Reiches“

24. März 1933
Der „Reichstag“ beschließt das sogenannte „Ermächtigungsgesetz“

Faulhaber: Mehr Toleranz gegenüber der neuen Regierung

29. März 1933
Die Nazis führen die Vollstreckungsmethode des „Erhängens“ wieder ein

Ein „Ministerialerlass“ mit Auswirkungen auf die „Arbeiter-Sportvereine“

30. März 1933
Faulhaber rechtfertigt die Ausschreitungen gegen die Juden

1. April 1933
Die NSDAP ruft zum reichsweiten „Judenboykott“ auf

Heinrich Himmler wird „Politischer Polizeikommandeur in Bayern“

3. April 1933
Uni-Klinik Gießen: Ist die „Cenovis eine christliche Firma“?

5. April 1933
Ärger über einen Artikel gegen den „Judenboykott“

Laut NSDAP fällt „Cenovis“ nicht unter den Juden-Boykott

Seit etwa 6. April 1933
„Für volksbewusstes Denken und Fühlen im deutschen Schrifttum“

6. April 1933
Erich Mühsam wird in das „KZ Sonnenburg“ gebracht

7. April 1933
Das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“

„Das Kapital der Cenovis befindet sich in christlichen und jüdischen Händen“

8. April 1933
Faulhaber erklärt sich als nicht zuständig für die Juden

Seit etwa 10. April 1933
Die Voraussetzungen für die „Bücherverbrennungen“ werden geschaffen

10. April 1933
Franz Xaver Ritter von Epp wird „Reichsstatthalter von Bayern“

11. April 1933
Die „SS“ übernimmt das Kommando im „KZ Dachau“

12. April 1933
Die ersten Gefangenen werden im „KZ Dachau“ ermordet

13. April 1933
„Wider den undeutschen Geist!“

16. April 1933
Der „Protest der Richard-Wagner-Stadt München“ gegen Thomas Mann

26. April 1933
Die „Bücherverbrennungs-Listen“ werden veröffentlicht

Die SPD protestiert gegen die Ernennung Hitlers zum „Ehrenbürger“

27. April 1933
Uraufführung des Valentin-Stücks „Ehescheidung vor Gericht“

28. April 1933
Der „Bayerische Landtag“ tritt letztmals zusammen

29. April 1933
Der Bayerische Landtag verabschiedet das Ermächtigungsgesetz

1. Mai 1933
Der „Allgemeine Deutsche Automobilclub“ spendet der NSDAP Benzin

2. Mai 1933
Den Konsumgenossenschaften schlägt die letzte Stunde

Die „Freien Gewerkschaften“ werden gewaltsam aufgelöst

5. Mai 1933
Ein „Hirtenbrief“ der bayerischen Bischöfe

6. Mai 1933
Die erste Bücherverbrennung durch die Hitlerjugend

10. Mai 1933
Das Vermögen der SPD wird beschlagnahmt

Die „Bücherverbrennung“ auf dem Königsplatz

11. Mai 1933
Angriffe der NS-Machthaber auf den „Vorstand der Löwenbräu AG“

12. Mai 1933
Oskar Maria Graf veröffentlicht: „Verbrennt mich! - Ein Protest“

„Die Löwenbrauerei ist nunmehr ein deutsches Unternehmen“

Um den 15. Mai 1933
Die Reaktion auf Oskar Maria Grafs Nachverbrennungs-Aufruf

Den Nationalsozialisten sind die Kaufhäuser ein Dorn im Auge

19. Mai 1933
Der Turn- und Sportverein München-Ost wird aufgelöst

22. Mai 1933
Die Münchner SPD-Stadträtekommen in Schutzhaft

Juni 1933
Professor Dr. Ernst von Romberg hält weiterhin Vorträge

Die jüdische Gesellschaft in München und Bayern

Kleine „Personen jüdischer Abstammung“ auf der „Auer Sommerdult“

Eine Webekampagne für die nordisch-völkischen „Deutschen Christen“

8. Juni 1933
Toni Pfülf begeht in ihrer Wohnung Selbstmord

17. Juni 1933
Der Zierbrunnen am Shakespeareplatz geht in Betrieb

22. Juni 1933
Ein neuer Vertrag mit dem Scharfrichter Johann Reichhart

In Trudering entsteht ein Kolonialviertel

Der NS-Stadtrat fordert die Entfernung des Revolutions-Denkmals

Die SPD wird reichsweit verboten

26. Juni 1933
Empörung über die Zwangsmaßnehmen gegen Eisner und Landauer

27. Juni 1933
Was tun mit Kurt Eisners und Gustav Landauers Urnen ?

28. Juni 1933
Die Akademie des Deutschen Rechts wird gegründet

4. Juli 1933
Die Bayerische Volkspartei - BVP löst sich auf

5. Juli 1933
Karl Valentin und Liesl Karlstadt nehmen den Film Orchesterprobe auf

8. Juli 1933
Das Konkordat wird paraphiert

11. Juli 1933
Juden dürfen nicht mehr auf christlichen Friedhöfen beigesetzt werden

14. Juli 1933
Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses

20. Juli 1933
Das Konkordat wird ratifiziert

22. Juli 1933
Reichskanzler Hitler unterstützt die Deutschen Christen

23. Juli 1933
Der Kirchenvorstand besteht zu 50 Prozent aus NS-Parteigenossen

25. Juli 1933
Die Machtergreifung der Nazis in München ist abgeschlossen

7. August 1933
Felix Fechenbach wird „auf der Flucht erschossen“

23. August 1933
Lion Feuchtwanger wird die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt

September 1933
Der „Bierpreis“ wird vom NS-Stadtrat auf 90 Pfennige festgesetzt

Das letzte „Zentral-Landwirtschaftsfest“ vor dem Zweiten Weltkrieg

Juden werden für das Oktoberfest nicht mehr zugelassen

1. September 1933
Johann Reichhart gehört verschiedenen Untergliederungen der NSDAP an

10. September 1933
Das Konkordat mit dem Heiligen Stuhl tritt in Kraft

11. September 1933
Ein Denkmal für die Befreiung Münchens von den Räten

23. September 1933
Antrag auf Umbenennung der Schüleinstraße in Berg am Laim

1. Oktober 1933
Wilhelm Adam wird „Kommandierender General im Wehrkreis VII“

11. Oktober 1933
Adolf Hitler legt den Grundstein für das „Haus der Deutschen Kunst“

Josef Hofmiller stirbt in Rosenheim

21. Oktober 1933
Uraufführung des Valentin-Bühnenstücks „Der Theaterbesuch“

8. November 1933
Adolf Hitler eröffnet im Sterneckerbräu das NSDAP-Parteimuseum

15. November 1933
Der Bau der Reichsautobahn München - Salzburg wird begonnen

27. November 1933
Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Films „Die Orchesterprobe

Dezember 1933
Dreharbeiten zu dem Film „Es knallt“

3. Dezember 1933
Michael von Faulhabers „Adventspredigt“ in der „Michaelskirche“

7. Dezember 1933
Antisemitisch motivierte Straßenumbenennungen

10. Dezember 1933
Der Kommerzienrat Emil Zeckendorf stirbt

18. Dezember 1933
Professor Dr. Ernst von Romberg stirbt

31. Dezember 1933
Die Münchner „Brockensammlung“ wird aufgelöst


1938

1938
Der „Deutsche und österreichische Alpenverein - DuOeAV“ wird umbenannt

Um 1938
3-Minuten-Werbefilme „Selbst Valentin macht mit“ und „Nur nicht drängeln“

Der Valentin-Karlstadt-Kurzfilm „Der Antennendraht/Im Senderaum“

1938
Die „Villa Freundlich“ an der Brienner Straße 43

Die Südhälfte der „Theresienwiese“ wird als „Pferderennplatz“ ausgebaut

Die „Akademie für angewandte Kunst“

Der Umzug „2000 Jahre Deutsche Kultur“ nutzt das „Siegestor“

Die „Winterhalter-Villa“ an der Birkenleiten 35 gehört der Stadt

Die Richard-Wagner-Straße 9 gehört Josephine Pongratz-Steiner

Das „Schyrenbad“ wird zum „Familienbad“ umgestaltet

Das „Herzog-Max-Palais“ wird abgerissen

Die Zahl der sogenannten „Rassejuden“ liegt in München bei etwa 6.350

Das „Bezirksamt am Lilienberg“ wird in „Landratsamt“ umbenannt

Arisierung der Villa des Bankdirektoren-Ehepaares Aufhäuser

Neben der „Bäcker-Kunstmühle“ wird ein Getreide-Silo errichtet

Der „Cowboy Club München Süd“ dreht seinen Film „Pecos Kid“

Mit „Architekt Sachlich“ kritisiert Karl Valentin die NS-Monumentalarchitektur

Um 1938
Der Valentin-Karlstadt-Kurzfilm „Der Antennendraht/Im Senderaum“

1938
Die Firma „Transhand Transport- und Handels AG, vormals Falk & Fey“

Januar 1938
Der „Lebensborn e.V.“ bezieht die ehemalige „Thomas-Mann-Villa“

5. Januar 1938
Pater Rupert Mayer wird erneut verhaftet

15. Januar 1938
Pater Rupert Mayer im „Gefängnis Stadelheim“ inhaftiert

17. Januar 1938
Pater Rupert Mayer wird ins „Gefängnis in Landsberg“ eingeliefert

22. Januar 1938
„Sonderbaubehörde Ausbau der Hauptstadt der Bewegung“

Nach dem 22. Januar 1938
Vertrauliche Verhandlungen über den „Abbruch der Matthäuskirche“

14. Februar 1938
Hitlers Vorstellungen zum „Haus der Deutschen Architektur“

15. Februar 1938
„General“ Eugen Ritter von Schobert kommandiert den „Wehrkreis VII“

März 1938
Kein Jude darf im Aufsichtsrat tätig sein

10. März 1938
Towia Axelrod wird hingerichtet

22. März 1938
Willi Budrich wird in der UdSSR hingerichtet

1. April 1938
Großhadern und Kleinhadern werden eingemeindet

4. April 1938
Der Valentin-Karlstadt-Film „Der Bittsteller“ liegt der Zensur vor

28. April 1938
Die geplanten Bauten auf der Theresienwiese werden weggelassen

Mai 1938
Verhandlungen zwischen „Cenovis“ und der „Maggi Gesellschaft mbH“ Berlin

1. Mai 1938
Uraufführung der Valentin-Karlstadt-Groteske „Der Umzug“

5. Mai 1938
Pater Rupert Mayer wird vorzeitig entlassen

9. Juni 1938
Die evangelische Matthäuskirche soll umgehend abgerissen werden

10. Juni 1938
Trotz Verhandlungen eine Abrissfirma beauftragt

Die Cenovis-Werke geraten unter Druck

11. Juni 1938
Landesbischof Meiser interveniert gegen den Abriss der Matthäuskirche

12. Juni 1938
Erster Abschiedsgottesdienst in der Matthäuskirche

13. Juni 1938
Zweiter Abschiedsgottesdienst in der Matthäuskirche

14. Juni 1938
Die Abrissarbeiten an der evangelischen Matthäuskirche beginnen

21. Juni 1938
Anteile der Cenovis-Werke gehen an die Maggi GmbH Berlin

26. Juni 1938
Erste Planungen für eine neue Matthäuskirche

27. Juni 1938
Das Dach der der evangelischen Matthäuskirche ist abgedeckt

28. Juni 1938
Die Vorhalle der evangelischen Matthäuskirche wird gesprengt

3. Juli 1938
Der Turm der evangelischen Matthäuskirche wird gesprengt

6. Juli 1938
Die evangelische Matthäuskirche ist abgerissen

8. Juli 1938
Martin Bormann verlangt die Erfassung jüdischer Wohnsituationen

13. Juli 1938
Die Cenovis ist in rein arischem Besitz

30. Juli 1938
Die dritte Nacht der Amazonen findet statt

17. August 1938
Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen

18. August 1938
Vertreibung der Juden aus arischen Wohnhäusern

28. August 1938
Jenny Zeckendorf stirbt

9. September 1938
Der Haidhauser Brauereigründer Joseph Schülein stirbt

17. September 1938
Die neue Postwiese wird mit einem Kinderfest eröffnet

Oktober 1938
Die „Reichsfluchtsteuer“ für die Familie Haas wird auf 125.000 RM festgesetzt

5. Oktober 1938
Die Ausweise der Juden müssen mit einem roten „J“ versehen werden

27. Oktober 1938
Das „Deutsche Reich“ lässt 17.000 Juden verhaften

31. Oktober 1938
Der Valentin-Film „Der Antennendraht/Im Senderaum“ und die Zensur

November 1938
Ein Bauplatz für den Neubau der evangelischen „Matthäuskirche“

7. November 1938
Herschel Grynspan verletzt in Paris Ernst vom Rath schwer

8. November 1938
Gryspans Bluttat zum politisch motivierten Mordanschlag hochstilisiert

9. November 1938
Die „Reichskristallnacht“ nimmt ihren Anfang

„Propagandaminister“ Goebbels hält eine „antisemitische Hassrede“

Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung

Die „Ohel-Jakob-Synagoge“ geht in Flammen auf

10. November 1938
„Propagandaminister“ Joseph Goebbels erlässt einen „Aufruf an Alle!“

12. November 1938
Hermann Göring erlässt eine „Sühneverordnung“ für Juden

15. November 1938
Karl Valentin und die Nacht der Amazonen

18. November 1938
Die „Israelitische Kultusgemeinde“ muss Nazi-Maßnahmen durchsetzen

22. November 1938
Vertreibung der Juden aus „arischen“ Wohnhäusern

23. November 1938
Die kommunale Selbstständigkeit der „Feuerwehren“ endet

28. November 1938
„Anweisung zur Erfassung der jüdischen Wohnungen“

Dezember 1938
Die letzte Gastspielreise von Valentin/Karlstadt nach Berlin

Das Anwesen Cuvilliésstraße 22 wird arisiert

20. Dezember 1938
Dr. med. Alfred Haas flüchtet nach London


1939

1939
Das Alpine Museum zählt 400.000 Besucher

München hat 840.586 Einwohner

Zahl der landwirtschaftlich tätigen Bevölkerung in Bayern gesunken

Das „Sckell-Denkmal“ wird durch eine Kopie ersetzt

Seit 1939
Büros der „Reichsleitung der NSDAP“ in der „Klopfer-Villa“

1939
Zwangseinquartierungen jüdischer Menschen

Ab 1939
Das „Judenhaus“ in der Richard-Wagner-Straße 11

1939
Das Untergiesinger „Brausen- und Wannenbad“ wird abgerissen

Adolf Hitler erwirbt die Immobilie am Prinzregenten Platz 16

Oberbürgermeister Fiehler macht die „Rosipal-Stiftung“ rückgängig

Gerhard Haas kommt als „Deutscher Kriegsfeind“ in ein „Internierungslager“

Das „Haus des Deutschen Rechts“ wird seinem Zweck übergeben.

Um 1939
Die „Villa Benno Becker“ wird arisiert

1939
Die Villa in der Cuvilliésstraße 22 geht an den „Lebensborn e.V.“

Karl Freiherr von Eberstein bezieht die Villa in der Maria-Theresia-Straße 17

In der „Bäcker-Kunstmühle“ sind insgesamt 31 Personen beschäftigt

Ab Januar 1939
Elisabeth Braun muss den zusätzlichen Vornamen „Sara“ annehmen

1. Januar 1939
Einführung des „Arbeitspflichtdienstes für alle Mädchen“

Juden müssen die zusätzlichen Vornamen „Sara“ oder „Israel“ führen

24. Januar 1939
Vorbereitung der „Endlösung der Judenfrage“

2. Februar 1939
Vermeidung aller christlichen Redewendungen und Begriffe

10. Februar 1939
Papst Pius XI. stirbt

2. März 1939
Eugenio Pacelli wird zum Papst Pius XII. gekrönt

9. März 1939
Probleme bei der Finanzierung des „Hauses der Deutschen Architektur“

15. März 1939
Deutsche Truppen marschieren in Böhmen und Mähren ein

April 1939
Der Zweite Weltkrieg verhindert die Grundsteinlegung

17. April 1939
95 Prozent aller Deutschen sind „Angehörige einer christlichen Kirche“

20. April 1939
Glückwünsche der Münchner evangelischen Gemeinde

21. April 1939
Nutzung des „Weiße Saales“ in der ehemaligen „Augustinerkirche“

23. April 1939
Liesl Karlstadt bricht während der Vorstellung zusammen

28. April 1939
Hitler kündigt den „deutsch-polnischen Nichtangriffspakt“

30. April 1939
Juden müssen in „Judenhäuser“ ziehen

Mai 1939
Sämtliche „Rundfunkgottesdienste“ werden eingestellt

14. Mai 1939
Am Muttertag gibt’s den „Karnickelorden“

22. Mai 1939
Der Stahlpakt, ein Militär-Bündnis mit Italien

Ernst Toller begeht in New York Selbstmord

24. Mai 1939
Der Dokumentarfilm „München 1938“ wird von Hitler verboten

9. Juni 1939
Pater Rupert Mayer gibt bei der Gestapo eine Erklärung ab

Ab dem 11. Juni 1939
Karl Valentin als Radfahrer im Gärtnerplatz-Theater

Um Juli 1939
Das „Corpshaus der Suevia“ geht an die Stadt München

17. Juli 1939
„Zum Verlassen kann der Ausgang kostenlos genützt werden“

29. Juli 1939
Die vierte und letzte „Nacht der Amazonen“ beginnt

23. August 1939
Abschluss des „Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes“

25. August 1939
Englisch-polnischer Beistandspakt

28. August 1939
Karl Valentin verkauft seine umfangreiche Fotosammlung

September 1939
Das „Oktoberfest“ fällt zum fünfzehnten Mal aus

16 stramme Ochsen stehen schon für den Verzehr auf der „Wiesn“ bereit.

Die „Luftschutzrettungsstelle“ zieht in die ehemalige „Lauer-Villa“

1. September 1939
Der Beginn des Zweiten Weltkrieges

Adolf Hitler erlässt den Euthanasiebefehl

2. September 1939
Die evangelische Kirche steht hinter Hitlers Krieg mit Polen

3. September 1939
Großbritannien und Frankreich erklären Deutschland den Krieg

5. September 1939
Eine Verordnung gegen Volksschädlinge wird erlassen

20. September 1939
Juden müssen die Radioapparate abliefern

28. September 1939
Die Arisierungsstelle nimmt ihre Tätigkeit auf

Ab Oktober 1939
In der „Volksschule am Kolumbusplatz“ wird ein Lazarett eingerichtet

Um Oktober 1939
Die braunen Machthaber schließen das „Georgianum“

1. Oktober 1939
Die „Schack-Galerie“ wird in das Eigentum Bayerns überführt

Für die Ernte auf den polnischen Schlachtfeldern wird Gott gedankt

3. Oktober 1939
Glockengeläut nach dem Einmarsch in Warschau

6. Oktober 1939
Nach Beendigung der Kämpfe wird Polen Generalgouvernement

18. Oktober 1939
Versand kirchlicher Druckschriften an Wehrmachtssoldaten verboten

3. November 1939
Pater Ruppert Mayer wird verhaftet und gefangen gehalten

8. November 1939
Hitler verlässt den „Bürgerbräukeller“ 13 Minuten zu früh

Nach dem 8. November 1939
Faulhaber beglückwünscht Hitler zu seiner „glücklichen Rettung“

9. November 1939
Das „besondere Walten der Vorsehung

19. November 1939
„Dankgebet für die Bewahrung Adolf Hitlers“

6. Dezember 1939
Der Ritter Unkenstein erlebt seine Uraufführung

21. Dezember 1939
Hermann Giesler wird „Generalbaurat für die Hauptstadt der Bewegung“

23. Dezember 1939
Pater Rupert Mayer erhält im „KZ Sachsenhausen-Oranienburg“ Einzelhaft

31. Dezember 1939
Das „Lehel“ wird von 22.000 Menschen bewohnt


1941

Anfang ??? 1941
Liesl Karlstadt schließt sich den Soldaten eines „Gebirgsjägertrupps“ an

Ab 1941
Der „Lebensborn e.V.“ lässt „rassisch wertvolle“ Kinder entführen

Frühjahr ??? 1941
Beginn der „Zwangsevakuierung“ von Juden

1941
Der Untergiesinger „Hochbunker“

Das Anwesen Richard-Wagner-Straße 17 wird arisiert

Dr. med. Alfred Haas eröffnet in Manhattan eine Praxis

Dr. Ludwig Gilmer übernimmt die „Haas-Klinik“

Sommer ??? 1941
Karl Valentin zieht ins Grünwalder „Schlosshotel“

1941
Die „Bäcker-Kunstmühle“ wird in eine „Genossenschaft“ umgewandelt

24. Januar 1941
Karl Valentins „Soldatenmarschlied“ wird gesperrt

April 1941
Nazis zeigen gegenüber Graf Arco ein großes Entgegenkommen

Liste für die „Wiedervermietungen freigewordener Judenwohnungen“

„Kultusminister“ Wagner lässt „Kruzifixe“ aus den Schulräumen entfernen

24. Mai 1941
Bob Dylan wird als Robert Allen Zimmerman geboren

Juni 1941
Filmaufnahmen für „Der Tobis-Trichter - Volkstum aus deutschen Gauen“

2. Juni 1941
Charlie Watts, der Schlagzeuger der Rolling Stones, wird geboren

4. Juni 1941
Ex-Kaiser Wilhelm II. stirbt im holländischen Doorn

16. Juni 1941
Der Jesuitenpater Alfred Delp beginnt seine Tätigkeit als Seelsorger

24. Juni 1941
Der Lebensborn e.V. erwirbt die Bürgermeister-Villa in Bogenhausen

18. Juli 1941
Die Heimanlage für Juden in Berg am Laim wird geöffnet

August 1941
Hitler lässt den „Euthanasiebefehl“ einstellen

Flugblätter und Klebezettel mit Aufrufen zum Widerstand

18. August 1941
Elisabeth und Rosa Braun kommen in die „Heimanlage für Juden“

19. August 1941
Uraufführung des Films „Der Tobis-Trichter“

September 1941
Das „Oktoberfest“ fällt kriegsbedingt aus

1. September 1941
Alle jüdischen Bürger müssen den gelben Judenstern tragen

28. September 1941
Edmund Stoiber wird in Oberaudorf geboren

23. Oktober 1941
Die „Verhinderung der Auswanderung jüdischer Menschen“ angeordnet

16. November 1941
Karl Valentin tritt in einer „Winterhilfswerk“-Veranstaltung auf

20. November 1941
Der erste Transport von 1.000 Münchner Juden nach Kaunas

Betty Landauer wird nach Kaunas deportiert

Elisabeth „Sara“ Braun wird in Kaunas gebracht und ermordet

25. November 1941
Betty Landauer wird in Kaunas ermordet

30. November 1941
Josef Staimer wird im KZ Flossenbürg ermordet

1. Dezember 1941
Die „Gestapo“ verbietet Juden die Verwertung ihres mobilen Eigentums

11. Dezember 1941
Hitler erklärt Amerika den Krieg

12. Dezember 1941
Juden dürfen öffentliche Telefone nicht mehr benutzen

16. Dezember 1941
Das „Sommerhaus“ der Familie Haas in Bernried wird „arisiert“


1942

1942
Der „Lebensborn e.V.“ beschäftigt in seiner Zentrale 220 Personen

Richard-Wagner-Straße 11 wird arisiert

Erstmals gelingt die Zucht eines „Wanderfalkens“ in Gefangenschaft

Das „Gesundheitsamt am Lilienberg“ wird umbenannt

Ab Ende 1942
Dienstwohnungen des „Lebenborn e.V.“ in der „Bürgermeister-Villa“

1942
Lion Feuchtwanger arbeitet mit Berthold Brecht zusammen

Januar 1942
Die „Ritterspelunke“ wird an einen Herrn Reintjes vermietet

26. Januar 1942
Walter Klingenbeck wird verhaftet

Februar 1942
Alfred Delp nimmt Verbindungen zum „Kreisauer-Kreis“ auf

28. Februar 1942
Brian Jones, der Lead-Gitarrist der „Rolling Stones“, kommt zur Welt

März 1942
Alfred Delp trifft sich mit Graf James von Moltke

2. April 1942
Das Sommerhaus der Familie Haas wird arisiert

9. April 1942
Der Valentin-Film „Der Sonderling“ wird von der NS-Zensur verboten

24. April 1942
Verbot der Benutzung „öffentlicher Verkehrsmittel“ für Juden

Mai 1942
Das „Ludwig-Monument“ auf der „Corneliusbrücke“ wird eingeschmolzen

3. Mai 1942
Das „Freikorps-Denkmal“ wird an der Westseite der Ichoschule enthüllt

15. Mai 1942
Verbot der Haustierhaltung für Juden

Ab 22. Mai 1942
Die erste Kreisauer Tagung findet statt

28. Mai 1942
​Das Vermögen des Schülein ist dem Reich verfallen

4. Juni 1942
Karl Valentin feiert im Ketterl seinen 60. Geburtstag

9. Juni 1942
Juden müssen alle entbehrlichen Kleidungsstücke abgeben

18. Juni 1942
Paul McCartney wird in Liverpool geboren

1. Juli 1942
Schulunterricht für Juden verboten

Rosa Braun wird nach Theresienstadt gebracht und dort ermordet

10. Juli 1942
Der Zwickelerlass wird außer Kraft gesetzt

20. Juli 1942
Die Endlösung der Judenfrage wird beschlossen

Ende August 1942
Die alliierten Angriffe aus der Luft beginnen erneut

Hitlers Wohnhaus am Prinzregenten Platz 16 wird leicht beschädigt

9. August 1942
Edith Stein wird im „Konzentrationslager Auschwitz“ ermordet

29. August 1942
Die ersten wirklich schweren Luftangriffe über München

18. September 1942
Juden erhalten keine Fleisch-, Milch-, Raucher- und Weißbrotmarken mehr

20. September 1942
Der achte Luftangriff auf München

24. September 1942
Walter Klingenbeck wird zum Tode verurteilt

Oktober 1942
Das „Oktoberfest“ fällt kriegsbedingt aus

9. Oktober 1942
Juden wird der Kauf von Büchern verboten

Ab 16. Oktober 1942
Der Kreisauer Kreis beschäftigt sich mit Staat, Kirche, sozialen Fragen

Um November 1942
Verbindungen zwischen dem „Kreisauer Kreis“ und dem „Sperr-Kreis“

5. November 1942
Überfall auf die „Museum-Lichtspiele“

12. November 1942
Dr. Hermann Joseph Wehrle wird „Kaplan“ in Bogenhausen

27. November 1942
James Marshall „Jimi“ Hendrix wird in Seattle geboren

30. November 1942
In ganz Bayern leben noch 1.390 „Rassejuden“

18. Dezember 1942
Der „Lebensborn“ in der „Bürgermeistervilla“


1945

1945
München hat 479.000 Einwohner

Die Einwohnerzahl im „Lehel“ hat sich auf 4.000 reduziert

Nach 1945
Die Brüder Hopp strengen einen Prozess zur Auflösung der „oHG“ an

Bis 1945
Der „Schwabinger Bach“ wird zum „Eisbach“ - und umgekehrt

1945
Ella und Toni Reichenbach werden Wirtinnen der „Deutschen Eiche“

Nach 1945
Die vereinfachten „Talare“ des „Professoren-Kollegiums“

1945
In den „Lebensborn-Heimen“ wurden etwa 8.000 Kinder geboren

Die „Braunauer Eisenbahnbrücke“ erneut durch Sprengungen beschädigt

7. Januar 1945
Das „Kaufhaus Oberpollinger“ brennt vollkommen aus

Wohnhäuser in der Richard-Wagner-Straße werden durch Bomben zerstört

Die „Villa Freundlich“ und die „Villa Klopfer“ durch Bomben zerstört

Das Anwesen Richard-Wagner-Straße 16 wird durch Bomben zerstört

Ab 9. Januar 1945
Die „Hauptverhandlung“ gegen Alfred Delp in Berlin beginnt

11. Januar 1945
Alfred Delp wird zum Tode verurteilt

Die Hauptverhandlung gegen Franz Sperr beginnt

15. Januar 1945
Arbeitsfähige Juden sollen in das „Ghetto Theresienstadt“

23. Januar 1945
Franz Sperr wird hingerichtet

27. Januar 1945
Sowjetische Truppen befreien das Konzentrationslager Auschwitz

2. Februar 1945
Der „Jesuitenpater“ Alfred Delp wird in Berlin-Plötzensee gehängt

19. März 1945
Münchens Isarbrücken sollen gesprengt werden

20. März 1945
Erhard Auer stirbt auf einem Transport

30. März 1945
Eric Clapton wird geboren

Um April 1945
Die Stadelheimer „Guillotine“ wird nach Straubing transportiert

Bis Ende April 1945
„Scharfrichter“ Johann Reichhart vollstreckt 3.009 Todesurteile

Ende April 1945
Die „Museum-Lichtspiele“ müssen kriegsbedingt schließen

Die „Wehrmacht“ bleibt Herr im Haus des ehemaligen „Kriegsministeriums“

April 1945
Schwere Verluste nach den Luftangriffen

17. April 1945
Der 73. und letzte Luftangriff auf München

24. April 1945
​Bormann: „Verteidigen Sie Ihren Gau mit Rücksichtslosigkeit und Schärfe!“

25. April 1945
Das Haus in Richard-Wagner-Straße 11 erhält einen Volltreffer

29. April 1945
Das Konzentrationslager Dachau wird befreit

Die Wehrmacht will die Ludwigsbrücke und andere Brücken zerstören

30. April 1945
Amerikanische Truppen befreien München von den Nazis

Die „Villa Stuck“ wird von den US-Militärbehörden beschlagnahmt

6.000 Bombentote, 82.000 zerstörte Wohnungen, 5 Millionen Kubikmeter Schutt

Nach Mai 1945
Der „Hundemarkt“ im Obergiesinger Gasthaus „Schweizer Wirt“

Ab Mai 1945
„Scharfrichter“ Johann Reichhart muss für die US-Militärregierung arbeiten

Mai 1945
Müllentsorgung in in Bombentrichtern, Geländemulden und Kiesgruben

Nach Mai 1945
Die „Templer-Ordensgemeinschaft“ verlegt ihren Sitz nach Untergiesing

Nach dem Krieg wird das „Marianum“ wieder aufgebaut

Mai 1945
Das „Neue Rathaus“ ist ein „Hauptsitz der amerikanischen Militärregierung“

Die Amerikaner finden in München nur noch 84 Juden vor

Ab Mai 1945
Bei der Schutträumung haben die Verkehrswege Vorrang

Nach Mai 1945
Die „Bäcker-Kunstmühle“ wird wieder aufgebaut

2. Mai 1945
Die US-Militärregierung gliedert die „Berufsfeuerwehr“ aus der Polizei aus

4. Mai 1945
Karl Scharnagel [CSU] wird Münchner Oberbürgermeister

8. Mai 1945
Tag der bedingungslosen Kapitulation

Nur noch 64 überlebende Juden in München

Rudolf von Sebottendorff ertränkt sich im Bosporus

11. Mai 1945
Pater Rupert Mayer kehrt nach „Sankt Michael“ zurück

12. Mai 1945
Radio München geht auf Sendung

28. Mai 1945
Fritz Schäffer wird von den Amerikanern als Ministerpräsident eingesetzt

Nach Juni 1945
Der „Englische Garten“ wird intensiv landwirtschaftlich genutzt

8. Juni 1945
Der Soldatensender AFN nimmt seinen Betrieb auf

29. Juni 1945
Anton Graf Arco auf Valley stirbt bei einem Autounfall

Um Juli 1945
Ein neuer Dachstuhl für die „Anna-Klosterkirche“

Um August 1945
Die Familie Heilmann-Stuck bezieht Dachzimmer in der „Villa Stuck“

7. August 1945
Straßen in Berg am Laim werden wieder umbenannt

18. September 1945
Wilhelm Hoegner (SPD) wird zum Ministerpräsidenten ernannt

19. September 1945
Bayern wird wieder zum Staat

20. September 1945
In der US-Besatzungszone werden politische Parteien zugelassen

Oktober 1945
Das „Oktoberfest“ fällt kriegsbedingt aus

Um Oktober 1945
„Galerie für Werke des 20. Jahrhunderts“ in der „Villa Stuck“

3. Oktober 1945
Pater Rupert Mayer gibt die „Marinaische Männerkongregation“ ab

6. Oktober 1945
Die Süddeutsche Zeitung erscheint zum ersten Mal

16. Oktober 1945
Der Turn- und Sportverein München-Ost wird neu gegründet

1. November 1945
Pater Rupert Mayer erleidet während der Messe einen Schlaganfall

8. November 1945
„Kardinal“ Faulhaber weiht die „Mariensäule“ neu ein

Ab 20. November 1945
Liesl Karlstadt spielt in dem Stück „Sturm im Wasserglas“

20. November 1945
Der „Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess“ beginnt

Um Dezember 1945
Karl Valentin träumt von der Errichtung eines eigenen Filmateliers

Der Abriss des „Siegestores“ wird beschlossen

3. Dezember 1945
Johannes Timm stirbt in München

23. Dezember 1945
Provisorischer Zirkusbau an der Marsstraße eröffnet


1956

Ab dem Jahr 1956
Hörspielserie „Familie Brandl“ mit Liesl Karlstadt im Radio

1956
Die Richard-Wagner-Straße 11 geht an die rechtmäßigen Erben

Michael Bauernschmidt erwirbt das Anwesen Richard-Wagner-Straße 11

Der Stadtrat beauftragt die Instandsetzung des „Siegestores“

Dieter Hildebrandt gründet die „Münchner Lach- und Schießgesellschaft“

Bis 1956
Die Ruine der „Residenzpost“ wird durch einen Neubau ersetzt

1956
Das „Französische Konsulat“ zieht in die Möhlstraße 10

Das „Landratsamt München“ zieht an den Mariahilf-Platz

Die Familie Haas verkauft ihren „arisierten“ Besitz

23. Januar 1956
Die Vereinigung Münchner Kraftdroschken- und Mietwagenunternehmen

10. Februar 1956
Elvis Presleys Song „Heartbreak Hotel“ erscheint

Juni 1956
Paul McCartney wird Mitglied der „Quarrymen“

13. Juni 1956
Forderungen für ein neues Ludwig-II.-Denkmal

18. August 1956
Die Räume am Lilienbergmgehen an die Regierung von Oberbayern

22. September 1956
Willy Heide übernimmt das Pschorr-Bräurösl-Festzelt

Wiggerl Hagn startet als Gehilfe seiner Mutter im Schützenzelt

18. November 1956
Kardinal Joseph Wendel weiht die „Elisabethkirche“ ein

28. November 1956
Das „Gesetz über den Ladenschluss“ verabschiedet


1986

Um das Jahr 1986
Der „Kriechbaumhof“ wird mit viel neuem Holz wieder aufgebaut

1986
Das Anwesen Richard-Wagner-Straße 11 wird generalsaniert

Der „Ratskeller“ wird von den Familien Wieser und Winkelhofer betrieben

Die TV-Serie „Kir Royal“ mit Franz Xaver Kroetz und Dieter Hildebrandt

Um 1986
Der - vorläufige - Abstieg der „Deutschen Eiche“ beginnt

Ab 1986
Der „Rosengarten“ wird umgestaltet und erweitert

21. Februar 1986
„Das andere Bayern“ setzt „Das unsichtbare Denkmal“ für Kurt Eisner

27. Februar 1986
Der „Bauausschuss“ lehnt ein „Eisner-Denkmal“ ab

1. März 1986
Verknüpfung der U 3/6 mit der U 5 am Odeonsplatz

5. März 1986
Die „Kommission Kunst am Bau“ beschäftigt sich mit dem „Eisner-Denkmal“

26. April 1986
Die „Katastrophe von Tschernobyl“ führt zum Umdenken

22. Mai 1986
Der Bayerische Rundfunk blendet sich aus

Um Juli 1986
Das „Tivoli-Kraftwerk“ wird wieder in Betrieb genommen

Um den August 1986
Papst Johannes Paul II. bekräftigt die Existenz des Satans

20. September 1986
Konstantin Wecker: „Sogar die Wiesn is ma no ned zwida ...“.

Oktober 1986
Tschernobyl beschleunigt die zähen Verhandlungen mit der Stadt

12. Oktober 1986
Ergebnis der Landtagswahl 1986

November 1986
Die „Ewige Flamme“ darf am Tag und in der Nacht brennen