2017-02-26 1315 - Juden, Judenrecht, Augsburger Judenrecht - Ludwig IV. der Baier Kaiser in München-Geschichte


21. Juli 1315

König Ludwig „der Baier“ erlässt das erste Münchner „Judenrecht“

München * König Ludwig IV. „der Baier“ erlässt das erste Münchner „Judenrecht“.  

Es entspricht dem „Augsburger Judenrecht“ und hebt gleichzeitig alle entgegenstehenden Vorschriften auf. 


1315

Suchbegriffe

Juden, Judenrecht, Augsburger Judenrecht,

Personen

Ludwig IV. der Baier Kaiser

Weitere Ereignisse im Jahr 1315

1315

München * Die herzoglichen Brüder Rudolf und Ludwig „der Baier“ vereinbaren ihre Zusammenarbeit.

Rudolf kennt Ludwig als „Römischen König“ an.

1315

Graggenau - Angerviertel * Die „Freiung“ des Münchner Marktplatzes wird von König Ludwig „dem Baiern“ verbrieft. 

Damit kann nicht nur die zunehmende Verengung des Areals gestoppt werden.
Die „Freiung“ stellt vielmehr die Übertragung des Nutzeigentums der Immobilie Marktplatz auf die Kommune dar.

18. Februar 1315

München * König Ludwig IV. „der Baier“ gewährt „den Münchner Bürgern, ihrem Gut und ihren Boten“ Schutz und Geleit im ganzen „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ und natürlich in den baierischen Herzogtümern. 

18. April 1315

München * König Ludwig IV. „der Baier“ ist - nach seiner Krönung - erstmals wieder in München. 

21. April 1315

Angerviertel * König Ludwig IV. „der Baier“ befreit das „Angerkloster“ von allen Steuern. 

29. April 1315

München * Die vier baierischen Herzöge [König Ludwig IV. „der Baier“, Rudolf, Heinrich und Otto] treffen sich in München zu einer Unterredung. 

4. Mai 1315

München * Die „Freiung“ des Münchner Marktplatzes wird von König Ludwig IV. „dem Baiern“ verbrieft.  

Der „Gunstbrief“ bezieht sich nur den „Marktplatz“.  
Eine generelle Regelung für alle „Bausachen“ erhält die Stadt erst am 8. Mai 1342.  

Die „Freiung“ bedeutet,  

  • dass die Stadt das alleinige Recht in Bauangelegenheiten auf diesem Platz hat, und  
  • dass die Kommune das Nutzeigentum der Immobilie Marktplatz besitzt.  
    Damit kann die zunehmende Verengung des Areals gestoppt werden.  

Die ersten Betroffenen sind die Metzger, die ihre „Fleischbänke“ vor das „Talburgtor“ [= Alter Rathausturm] verlegen müssen.  
Dabei spielten hauptsächlich die unhaltbaren hygienischen Zustände eine Rolle. 

6. Mai 1315

München * König Ludwig „der Baier“ äußert sich zum „Burgfrieden“ wiefolgt: „in der stat und uberal in den gerichtt, daz zu derselben stat gehört“.

6. Mai 1315

München * König Ludwig IV. „der Baier“ schließt mit seinem Bruder Herzog Rudolf einen „Sühnevertrag“, in dem sie  

  • ihre Zusammenarbeit vereinbaren und  
  • Herzog Rudolf seinen Bruder Ludwig IV. als „Römischen König“ anerkennt. 
6. Mai 1315

München * König Ludwig IV. „der Baier“ erteilt allen Kaufleuten „sicheres Geleit“ im Münchner Stadtgebiet. 

Um den 15. Mai 1315

??? * Herzog Ludwig V., später genannt „der Brandenburger“, wird als Sohn König Ludwigs IV. „der Baier“ an einem nicht bekannten Ort geboren. 

16. Juli 1315

München * König Ludwig IV. „der Baier“ erteilt der Stadt München das Recht, „schädliche Leute“ im ganzen Herzogtum Baiern zu fangen und vor dem „Stadtgericht“ zu verurteilen, nicht jedoch „hinzurichten“

22. Dezember 1315

Freising * Im Auftrag des Freisinger Bischofs Konrad III. „dem Sendlinger“ wird eine „Diözesan-Beschreibung“ gefertigt, die sogenannte „Konradinische Matrikel“.  

Sie beinhaltet sämtliche fürstbischöfliche Besitzungen und zählt gleichzeitig alle Einnahmen auf.  
Daneben enthält sie eine präzise „Diözesanbeschreibung“, die alle Kirchen, Kapellen, Klöster und Friedhöfe aufführt.  

Nach der „Konradinischen Matrikel“ ist das „Bistum Freising“ in 18 „Dekanate“ eingeteilt, die insgesamt 233 Pfarreien, 564 Filialkirchen und 22 weitere Kapellen umfassen.  

Das rechte Isarufer gehört bis hinunter zur „Menterschwaige“ zur „Pfarrei Bogenhausen“, die wiederum dem „Dekanat Ismaning“ unterstellt ist.  

Die „Pfarrei Bogenhausen“ umfasst die „Filialkirchen mit Begräbnisstätten“ in Haidhausen, die Leprosenkirche am Gasteig, sowie die in Giesing, Trudering, Riem, Gronsdorf, Haar und Harthausen, einer im Dreißigjährigen Krieg untergegangenen Siedlung bei der heutigen „Menterschwaige“.

Aus der „Konradinischen Matrikel“ geht auch hervor, dass die zum „Dekanat Ismaning“ gehörende „Pfarrkirche in Baumkirchen“ eine „Filialkirche in Pachem“ besitzt.  

In dieser „Matrikel“ findet sich erstmals eine farbige Abbildung des Hochstiftswappen, das den „Freisinger Mohr“ enthält. 


Verwendet in Führung:




Juden, Judenrecht, Augsburger Judenrecht
Ludwig IV. der Baier Kaiser