2017-02-27 1414 - Kirchenspaltung, Abendländisches Schisma, Konzil von Konstanz, Arlberg - Johannes XXIII. Papst in München-Geschichte


Um den September 1414

Papst Johannes XXIII.: „Hier liege ich in Teufels Namen!“

Arlbergpass * Papst Johannes XXIII. bricht zum „Konzil“ nach Konstanz auf.

Als sein Wagen am „Arlbergpass“ umstürzt, schreit er wenig päpstlich und zornig: „Hier liege ich in Teufels Namen!“ 


1414

Suchbegriffe

Kirchenspaltung, Abendländisches Schisma, Konzil von Konstanz, Arlberg,

Personen

Johannes XXIII. Papst

Weitere Ereignisse im Jahr 1414

12. Juli 1414

München * Ein Hochwasser beschädigt die „Isarbrücke“

3. November 1414

Konstanz * Jan Hus trifft zwei Tage vor Beginn des „Konzils“ in Konstanz ein. 

Ab dem 5. November 1414

Konstanz * Das „Konzil von Konstanz“ beginnt.
Es dauert bis zum 22. April 1418.

Der wichtigste Tagesordnungspunkt des „Konzils“ ist die Beendung des „Abendländischen Schisma“ und damit „Wiederherstellung der Einheit der Kirche“.  

Doch auf dem Konzil wird nach kurzer Zeit eine ungewöhnliche Reform des Stimmrechts unternommen:

Fortan gilt nicht mehr das Prinzip ein Teilnehmer, eine Stimme, sondern es wird nach Nationen abgestimmt, wobei jede Nation nur eine Stimme haben soll.
Damit haben die Italiener nur noch eine Stimme, die gegen die drei anderen Nationen England, Deutschland und Frankreich sowie die des Kardinalskollegiums steht.

Die Lösung besteht darin, alle drei Päpste abzusetzen und einen neuen, von allen anerkannten Papst zu wählen. 

Dem Kirchenkritiker Jan Hus, dem König Sigismund „freies Geleit“ zugesichert hatte, wird auf dem „Konzil von Konstanz“ der Prozess gemacht und am Scheiterhaufen verbrannt. 

28. November 1414

Konstanz * Jan Hus wird während des „Konzils von Konstanz“ gefangen genommen. 

Ab dem 6. Dezember 1414

Konstanz * Jan Hus wird auf der „Dominikanerinsel“ in Konstanz in einem Verlies inhaftiert.

Weil Jan Hus seine Thesen nicht widerrufen will, wird der „Geleitbrief“ des Königs für den Kritiker für ungültig erklärt, weil jetzt nicht mehr die weltliche Ordnung für ihn zuständig sei, sondern die kirchliche.

Außerdem war die Zusage - nach damaliger Rechtsauffassung - sowieso ungültig, weil es gegenüber einem „Häretiker“ keine verpflichtende Zusage geben kann.

24. Dezember 1414

Konstanz * König Sigismund trifft in Konstanz ein.

Er ärgert sich zwar über den von ihm ausgestellten und von den Kirchenoberen gebrochenen „Geleitbrief“ für Jan Hus, unternimmt aber nichts zur Hilfe des Kirchenkritikers. 


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