2017-02-26 1823 - Max-Joseph-Platz, Max-Joseph-Denkmal, Glyptothek, Äginetengruppe, Italien - Max I. Joseph König, Ludwig I. König, Wagner Martin von Bildhauer, Klenze Leo von Architekt in München-Geschichte


Ab Oktober 1823

Ein erster Denkmalentwurf für das „Max-Joseph-Denkmal“ entsteht

Graggenau * Ein großer Schritt in der Planung des „Max-Joseph-Denkmals“ geschieht auf der „Italienreise“ des Kronprinzen Ludwig mit Leo von Klenze vom Oktober 1823 bis Anfang des Jahres 1824.

In Zusammenarbeit mit dem in Rom wohnenden „Bildhauer“ Martin von Wagner, dem „Kunsteinkäufer“ Ludwigs, der auch die berühmte „Äginetengruppe“ für die „Glyptothek“ erwerben konnte, entstand ein Denkmalentwurf. Er zeigt den König im „Krönungsornat“ auf dem „Löwenthron“ mit der zum „Friedensgruß“ erhobenen rechten Hand.

„Als Grund für die sitzende Stellung führte ich an“, schreibt Leo von Klenze später, „daß der König als Nicht-Feldherr doch am besten in der Stellung dargestellt werden möchte, welche die Alten ihren Obergöttern und namentlich dem Zeus gaben“ und dass diese ruhige Haltung „dem Begriffe der gesetzlichen, sich ihrer Macht und Würde bewußten Herrschaft“ entspricht.

Doch König Max Joseph spricht sich prinzipiell gegen eine sitzende Stellung aus, und zwar in der ihm eigenen, sehr drastischen Ausdrucksweise: Er will nicht „auf dem Cacatojo sitzend“ dargestellt werden.

Daraufhin macht Leo von Klenze einen neuen Entwurf, der den König stehend mit vier liegenden Löwen zeigt und die Zustimmung Max Josephs, schließlich auch des Kronprinzen und der „Denkmalkommission“ findet.


1823

Suchbegriffe

Max-Joseph-Platz, Max-Joseph-Denkmal, Glyptothek, Äginetengruppe, Italien,

Personen

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Weitere Ereignisse im Jahr 1823

Um 1823

Englischer Garten - Schwabing * Der baierische „Kriegsminister“ Nikolaus Freiherr von Maillot de la Treille lässt sich von dem Architekten Jean Baptiste Métivier am Westrand des „Englischen Gartens“ ein Schlösschen im Stil der italienischen Renaissance erstellen.

Es befindet sich an der Stelle des heutigen Verwaltungsgebäude der „Generaldirektion der Allianz-Versicherung“.

1823

Ludwigsvorstadt - Lehel * Josef Schweiger muss sein „Theater vor dem Karlstor“ verschuldet schließen.

Bis 1925 gibt er ein kurzes Intermezzo beim Wirt auf der „Praterinsel“.

1823

Indien * Die junge Familie Gilbert geht nach Indien, wo sich der im Dienst der britischen Besatzungsarmee stehende Vater ein finanziell abgesichertes Leben erhofft.  

Er stirbt aber noch im gleichen Jahr an der Cholera.

1823

Nauplia * Die provisorische Regierung Griechenlands erklärt Nauplia zur Hauptstadt. 

14. Januar 1823

Graggenau * Der Brand des „Hof- und Nationaltheaters“ bringt einen herben Rückschlag für den Bau eines „Max-Joseph-Denkmals“, da nun die notwendigen Mittel vordringlich in den Wiederaufbau der Schaubühne gesteckt werden müssen.

14. Januar 1823

Graggenau * Das erst am 12. Oktober 1818 eingeweihte „Kgl. Hof- und Nationaltheater“ brennt bis auf die Grundmauern nieder. 

Während der Aufführung der komischen Oper „Die beyden Füchse“ fängt die Dekoration Feuer. Weil das Löschwasser gefroren ist, müssen die Münchner zusehen, wie eines der größten und modernsten Opernhäuser Europas ein Opfer der Flammen wird.  
Mit dem Wiederaufbau - nach den Plänen von Carl von Fischer - wird Leo von Klenze betraut. 

24. Februar 1823

München * Friedrich Ludwig von Sckell stirbt in München. 

Er wird auf dem „Alten Südfriedhof“ beigesetzt.

Sein Nachfolger als „Hofgartenintendant“ wird sein Neffe Carl August Sckell.

Oktober 1823

Theresienwiese * Erstmals werden vier „Tanzplätze“ auf dem „Oktoberfest“ eingerichtet, was die Attraktivität bedeutend erhöht.

23. Oktober 1823

Lehel * Noch bevor die „Zentralklöster“ völlig aussterben, verhilft König Ludwig I. der „baierischen Franziskanerprovinz zum heiligen Antonius von Padua“ zu neuem Leben.

Im Einvernehmen mit „Erzbischof“ Anselm von Gebsattel erhalten die „Franziskaner“ in München die Pfarr- und ehemalige „Hieronymitenkloster-Kirche Sankt Anna im Lehel“ als neuen Sitz.

Über die massiven Bedenken, ob man die „Bettelmönche“ überhaupt wieder in München ansiedeln soll, setzt sich der klösterrestaurierende Bayernherrscher - sehr zur Freude seiner konservativ eingestellten „Untertanen“ - einfach hinweg.

Als Begründung für seine Entscheidung zugunsten der „Franziskaner“ gibt er an: „Eingedenk, daß Mitglieder dieses Hauses Unsern erhabenen Vorfahren Kaiser Ludwig den Bayern zu einer Zeit vertheidigt haben, in welcher dieses mit größter Gefahr verbunden war“.

Kurz und bündig gibt er an das „Ministerium des Innern“ die Weisung: „Am Allerheiligentage sollen die Franciscaner von Ingolstadt in ihrem hiesigen Kloster eintreffen, daselbst Hochamt halten“.


Verwendet in Führung:

23. Maximilianstraße
29. Graggenau



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