2017-02-20 1608 - Dreißigjähriger Krieg, Donauwörth, Auhausen an der Wörnitz, Union, Direktorium der Union, England, Niederlande, Schweden - Anhalt-Bernburg Christian von in München-Geschichte


14. Mai 1608

Die protestantischen „Stände“ gründen die „Union“

Auhausen * Aufgrund der Donauwörther Ereignisse und zunehmender Spannungen mit den Katholiken gründen protestantische „Reichsstände“ in Auhausen an der Wörnitz im Fürstentum Ansbach die „Union“, ein Defensivbündnis.

Durch den Beitritt weiterer „Stände“ wächst die Zahl der Mitglieder auf insgesamt acht Fürsten, den Grafen von Oettingen und 17 Städte an. 

Christian I. von Anhalt-Bernburg übernimmt das „Direktorium der Union“, die er durch Bündnisse mit England, den Niederlanden und Schweden außenpolitisch absichert. 


1608

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Weitere Ereignisse im Jahr 1608

1608

München * Die „schwarze Christlin“ mit etlichen „Ansegenweibern, die sich des Ansegnens und Zauberwerks gebrauchen“ kommen in Haft. 

1608

Haidhausen * Zu Ehren des heiligen „Johannes Baptist“ wird jährlich zwischen dem 24. Juni und dem 25. Juli in Haidhausen der sogenannte „Johannesdreißiger“ gefeiert.

April 1608

Regensburg * Auf dem „Regensburger Reichstag“ kommt es zum Eklat zwischen Protestanten und Katholiken.

Die katholischen Fürsten stellen einen Antrag auf „Restitution aller Kirchengüter“, die seit 1552 säkularisiert worden sind. 
Davon betroffen wären rund 500 Klöster und Konvente vor allem in Niedersachsen und Württemberg, die Erzbistümer Bremen und Magdeburg sowie 15 reichsunmittelbare Bistümer in Norddeutschland.

Die protestantischen „Landesstände“ verlassen daraufhin den „Reichstag“.

Das „Restitutionsedikt“ wird erst 1629 beschlossen.

12. April 1608

München * Dr. Johann Simon Wagnereckh präsentiert einen ersten Entwurf des von ihm ausgearbeiteten baierischen „Aberglaubens- und Hexenmandat“

Mehrere „Räte“ kritisierten seine „übergroße Schärfe“.

Zu einer Verabschiedung des „Mandats“ kommt es nicht mehr, weil dadurch ein Machtkampf zwischen den „Zelanten“ [= „Eiferer“] und den „Politikern“ ausgebrochen ist und sich die beiden Gruppen gegenseitig blockieren. 

Mai 1608

Markt Schwaben * Der „Beyerin von Winden“, einer Bäuerin aus der Gegend um Markt Schwaben, wird der Prozess gemacht. 

„Ankläger“ ist erneut der „Hofrat“ Dr. Johann Simon Wagnereckh.

Es kommt wiederholt zur Auseinandersetzung mit dem „Hofoberrichter“ Dr. Bernhard Barth von Hermatingen, sodass sich der Prozess monatelang hinzieht und die Frau im Mai 1608 einen Selbstmord verübt. 

26. Mai 1608

Donauwörth * Während der „Fronleichnams-Prozession“ geht ein schweres Gewitter über der Stadt Donauwörth nieder, das man sich nur mit „Schadenszauber und Hexerei“ erklären kann.

Birgit Schuster und Paul Ritter werden als „Verursacher des Unwetters“ verhaftet.

Birgit Schuster gesteht unter der „Tortur“, nennt über hundert weitere „Hexen“ und wird „verbrannt“.
Paul Ritter wird „verbannt“.

Durch die Denunziation werden weitere 17 „Unholdinnen“ angeklagt. 

13. Juli 1608

Graz * Ferdinand III., der spätere Kaiser, wird in Graz geboren. 


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