2017-02-23 1927 - Ampel, Hauptbahnhof, Bahnhofsplatz - in München-Geschichte


1927

Münchens erste elektrische Ampel

Maxvorstadt * Münchens erste elektrische Ampel leuchtet auf der Nordseite des Bahnhofplatzes.


1927

Suchbegriffe

Ampel, Hauptbahnhof, Bahnhofsplatz,

Weitere Ereignisse im Jahr 1927

1927

Wien - München * Der „Deutsche und österreichische Alpenverein - DuOeAV“ erklärt den „Arier-Paragraphen“ reichsweit für „zulässig“.

1927

Graggenau - Angerviertel * Die „Moriskentänzer“ von Erasmus Grasser aus dem „Alten Rathaus“ kommen in das „Stadtmuseum“.

Ab 1927

München * Erste Ausstellungen von Karl Valentins „Alt-Münchner Bildersammlung“.

1927

Au * Von 1927 bis 1933 wird die „Parkanlage am Tassilopolatz“ umgestaltet.  

Der Teich verschwindet und im Süden wird ein großer Sandkasten errichtet.  
Bei dieser Umgestaltung bleibt der inzwischen groß gewordene Baumbestand mit Ausnahme der in der Mitte stehenden Bäume erhalten.  
Die Wege führen parallel zu den angrenzenden Straßen um die Rasenfläche herum. 

1927

Obergiesing * Trotz der fehlenden kirchlichen Erlaubnis - beauftragte man Hans Grässel im Jahr 1927 mit dem Bau eines „Krematoriums auf dem Ostfriedhof“, das anno 1929 endlich eingeweiht werden konnte. 

1927

Bogenhausen * Die „Villa Lauer“ in der Neuberghausener Straße 11 wird von den „Suevia-Corpsbrüdern“ für 320.000 Rentenmark gekauft.

Es war das großzügiste und exclusivste Verbindungshaus Münchens.

Bis 1927

Au * Eine der „Turnhallen“ der „Volksschule an der Kolumbusstraße“ dient der evangelischen Gemeinde bis zum Bau der „Martin-Luther-Kirche“ als „Betsaal“.

1927

Au - Trudering * Auch wegen des Konkurrenzdrucks der Konsumvereine weicht Josef Bernbacher mit seiner Bäckerei von der Rablstraße 38 nach Trudering aus. 

Ab 1927

Maxvorstadt * An der Stelle der abgebrochenen „Heß-Villa“ in der Luisenstraße lässt die Landeshauptstadt München einen neuen Museumsbau errichten.

1927

Maxvorstadt * Der „Heß-Atelierbau“ und die „Heß-Villa“ an der Luisenstraße werden abgerissen.

1927

Thüringen * Seit dem Jahr 1927 sammeln ehemals bayerische Pfarrer in Thüringen Protestanten, die den „völkischen Enthusiasmus“ an die Stelle des „christlichen Glaubensbekenntnisses“ setzen und in Adolf Hitler den neuen „Heiland und Erlöser“ sehen.

1. Januar 1927

Obergiesing * Die „Martin-Luther-Kirche“ ist fertig zur Einweihung.

Natürlich erreichte diese Kirche nicht die Dimensionen der katholischen. „Heilig-Kreuz-Kirche“, ist aber mit elf Metern Breite und 19 Metern Länge durchaus eine der größeren evangelischen Kirchen Münchens.
Auf jeden Fall ist sie die höchstgelegene.

Bereits am Tag der Einweihung reichen ihre 800 Plätze nicht mehr aus für die hereindrängenden Giesinger Protestanten.
Anders als bei früheren Kirchenbauten ist hier ein Zentrum mit Kirche und großem Pfarrhaus entstanden.
Trotz der hohen Kosten von 971.225 Mark kann man die Kirche noch mit reichem Bauschmuck und einer Orgel ausstatten.

Außen, auf der Bronzetür des Hauptportals, sind die wichtigsten der 95 Thesen Luthers zu lesen; rechts und links davon stehen die Figuren der vier Evangelisten und der vier großen Propheten.
Das Innere der Kirche ist mit Gemälden ausgestattet, die alle einem theologischen oder geschichtlichen Programm folgen.

5. Januar 1927

München * Das „Landgericht München I“ hebt in der „Widerspruchsverhandlung“ die einstweilige Verfügung wieder auf, die Hermann Haller gegen das Valentin-Karlstadt-Bühnenstück „Im Senderaum“ am 21. Dezember 1926 erwirkt hatte. 

Theaterdirektor Hermann Haller zieht nach dieser Niederlage vor das „Oberlandesgericht München“
Und nachdem er auch dort nicht zu seinem Recht kommt, zieht er vor das „Reichsgericht“ in Leipzig. 

8. Januar 1927

Kreuzviertel * Nachdem sich die hanseatische Kaufmannsfamilie „Emden & Söhne“ aus München zurückzieht, übernimmt Rudolph Karstadt für drei Millionen Reichsmark das „Kaufhaus Oberpollinger“ in der Neuhauser Straße. 

2. Mai 1927

München * Karl Valentin besucht eine Fahrschule zum Erwerb des Führerscheins.

Obwohl man ihm bestätigt, dass er „an 13 verschiedenen Tagen eine Gesamtstrecke von 150 km während eines Zeitraumes von im ganzen 8 ¾ Stunden unter Aufsicht auf öffentlichen Wegen und Plätzen gelenkt hat“, legt er - trotz dreimaliger Aufforderung - die Prüfung nicht ab. 

23. Mai 1927

Bunzlau * Dieter Hildebrandt kommt in Bunzlau (Schlesien) zur Welt. 

7. Juni 1927

Maxvorstadt * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Im Photoatelier“ im „Apollo-Theater“ in der Dachauer Straße 19.

Das Stück wird 348 Mal gespielt.

26. Juli 1927

Ramersdorf * Das „Kennedy-Brünnlein“ an der Ramersdorfer Kirchhofmauer spendet erstmals Wasser.

31. August 1927

Konnersreuth * Im Auftrag der „Münchner Neuesten Nachrichten“ untersucht Dr. Fritz Gerlich die rätselhafte Heilung und „Stigmatisierung der Therese Neumann von Konnersreuth“.

Gerlich will - wie er sagt - „dem Schwindel auf die Spur kommen“.


Verwendet in Führung:

27. Typisch München



Ampel, Hauptbahnhof, Bahnhofsplatz