Um den März 1176

Heinrich „der Löwe“ hält sich letztmalig in seinem baierischen Herzogtum auf

München * Im Februar und März 1176 hält sich Herzog Heinrich „der Löwe“ zum letzten Mal seinem baierischen Herzogtum auf.  

Denn je rasanter es mit Münchens Wirtschaft aufwärts geht, desto steiler vollzieht sich der Abstieg des „Welfenherzogs“.  
Der Grund liegt in der Verweigerung Heinrichs des Löwen an, den Kaiser in seinen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Lombardei zu unterstützen. 


1176

Suchbegriffe

Lombardei,

Personen

Heinrich XII. der Löwe Herzog

Weitere Ereignisse im Jahr 1176

Um den 1. Februar 1176

Chiavenna * Es kommt zum Bruch zwischen Friedrich Barbarossa und Heinrich „dem Löwen“, nachdem der Herzog in Chiavenna am Comer See dem Kaiser die militärische Unterstützung für dessen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Lombardei versagt.  

Denn als Gegenleistung verlangt Herzog Heinrich „der Löwe“ die Kaiserpfalz Goslar und deren reichen Silberminen.
Eine Forderung, die der Kaiser strikt ablehnt.  

Es kommt angeblich zum Kniefall des Kaisers vor dem mächtigen und uneinsichtigen Herzog - und damit kommt es unausweichlich zum Konflikt.  

Nun beginnt der Stern des „Löwen“ zu sinken, denn ein kaiserlicher Kniefall gehört zum Zeremoniell der „staatlichen Ordnung“ und gilt zugleich als ein Verfassungselement.   

Da sich aber der Welfenherzog auch durch diese kaiserliche Geste nicht erweichen lässt, verletzt er die „Regeln“, was ihm als Überheblichkeit, Hochmut und Verachtung gegenüber dem Reich und dem Kaiser ausgelegt wird. 

29. Mai 1176

Legano * In der „Schlacht bei Legano“ nordwestlich von Mailand werden die kaiserlichen Truppen Friedrich Barbarossas vom lombardischen Fußvolk besiegt.

Damit ist Kaiser Friedrich Barbarossas „Italienpolitik“ gescheitert, weshalb er stattliche Besitzungen abgeben muss. 


Verwendet in Führung:

11. Münchner Zeitensprünge
21. Berg am Laim - Ost




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Personen: Heinrich XII. der Löwe Herzog