2017-02-27 1908 - Baderwirt, Aquarium, Armer magrer Mann, Dachauer Straße 1a - Valentin Karl in München-Geschichte


Frühestens Januar 1908

Karl Valentins Auftritte beim „Baderwirt“ in der Dachauer Straße 1a

Maxvorstadt * Karl Valentin tritt mit dem selbstironischen „Ich bin ein armer magrer Mann“, vor allem aber mit seiner Geschichte vom „Aquarium“ beim „Baderwirt“ in der Dachauer Straße 1a auf.

Ein Riesenerfolg!


1908

Suchbegriffe

Baderwirt, Aquarium, Armer magrer Mann, Dachauer Straße 1a,

Personen

Valentin Karl

Weitere Ereignisse im Jahr 1908

1908

Au * Die „Brauerei zum Franziskaner-Leistbräu“ wird von Gabriel Sedlmayer in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Sie bleibt jedoch, von kleineren Beteiligungen abgesehen, in Familienbesitz.

1908

Maxvorstadt - Lehel * Der Umzug der „Preußischen Gesandtschaft“ vom „Palais Dürckheim“ in der Türkenstraße 4 in die Prinzregentenstraße 9 erfolgt.

1908

München * Der „Verband zur Wahrung und Förderung der Interessen der Münchner Volkssänger“ wird gegründet.

1908

Haidhausen * Der Zustand der „Nicolai-Kirche“ am Gasteig ist derartig schlecht, dass ihr Abbruch ins Auge gefasst wird.

Man einigt sich dann jedoch auf das Trockenlegen und Neuaufrichten der Wände.

Das geschieht allerdings erst im Jahr 1912.

1908

München * Karl Valentin tritt als „Blödsinnkönig Valentin“ auf.

1908

München * Prinz Leopold ist ein gern gesehener Gast im „Imperial-Thater“.

1908

München * Mit dem „Änderungsgesetz der Gewerbeordnung“ verschwinden die „Mörtelweiber“ von den Baustellen, da darin die Verwendung von Arbeiterinnen beim Transport von Materialien aller Art untersagt wird.

Bis dahin betrug der „Frauenanteil im Baugewerbe“ knapp 10 Prozent.

1908

Graggenau * Die zweite und überarbeitete Ausgabe des „Führers durch die Residenz zu München“ erscheint. 

1908

München * Das „katholische Stadtpfarramt“ bekräftigt noch einmal ihre Haltung und verbietet jedem Katholiken die „Feuerbestattung“

1908

Englischer Garten - Hirschau * Der von der „Maffei'schen Maschinenfabrik“ entwickelte neue Lokomotiventyp S3/6 ist mit einer „Heißdampfmaschine“ ausgerüstet.

Sie kommt mit wesentlich weniger Kohle aus als vergleichbare Lokomotiven mit „Nassdampfmaschinen“ und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 140 Stundenkilometern.

1908

Englischer Garten - Hirschau * Bisher hat die „Maffei'sche Maschinenbaufabrik“ in der „Hirschau“ insgesamt 8.165 Lokomotiven produziert.

Bis 1908

Berg am Laim * Bis zur Änderung des „Kommunalwahlrechts“ ist die Stimmabgabe bei politischen Wahlen weitgehend an Besitz gebunden.

Von den 2.200 Berg am Laimer Gemeindebewohnern dürfen nur 50 männliche Gemeindebürger wählen.

Kein Wunder also, dass nahezu alle Bürgermeister betuchte „Ziegeleibesitzer“ sind und sich auch der „Gemeinderat“ zu etwa einem Drittel aus diesem Berufsstand rekrutiert.

1908

Unterföhring * Die „Actien-Ziegelei München“ betreibt in Unterföhring ein Werk, in dem sie vor allem „Trottoir- und Klinkerwaren, Verblendsteine für Tiefbauten und Handmauersteine“ herstellt.

8. Februar 1908

München * Karl Valentin lebt für 3 Monate beim Ehepaar Greiner als „Zimmerherr“.
Sie bringen ihn auf die „Straße des Erfolgs“.

Ludwig Greiner erfindet die neue Bühnenfigur, den „Skelett-Gigerl“; Therese Greiner näht ihm die hautengen und viel zu kurzen Klamotten, die sein ausgezehrtes, klapperdürres Gestell in unnachahmlicher Weise zur Geltung bringen.

28. Februar 1908

München * Ernst Philipp Fleischers Ehe wird „wegen Ehebruchs mit der früheren Modellsteherin Maria Reitmaier“ geschieden.

März 1908

Au * Die Gebäude des ehemaligen „Landgerichtsgefängnisses München II am Lilienberg“ werden abgerissen.

12. März 1908

Graggenau * Das „Glockenspiel“ am Turm des „Neuen Rathauses“ wird der Öffentlichkeit vorgeführt. 

Die 37 Glocken sind eine „Stiftung“ des Münchner Geschäftsmannes Karl Rosipal.

31. März 1908

Lehel * Der Wirtschaftsbetrieb im „Café Isarlust“ auf der „Praterinsel“ wird eingestellt. 

Der neue Besitzer, der „Deutsche und Österreichische Alpenverein - DuOeAV“, verfolgt mit der Immobile andere Ziele. 

8. April 1908

Tegernsee * Ludwig Thoma und seine Frau Marietta beziehen ihr neues Haus „Tuften 12“

16. April 1908

Gronsdorf * Der „Waldspielplatz“ des „Arbeiter-Turn-Vereins München-Ost“ in Gronsdorf kann eingeweiht werden. 

24. Juni 1908

München * Hannes König, der spätere Begründer des „Valentin-Musäums“, wird in München geboren.

1. Juli 1908

Angerviertel * Nach einer Textillehre bei der „Firma Eder“ am Viktualienmarkt erhält Elisabeth Wellano eine Anstellung im „Kaufhaus Hermann Tietz“.

1. Juli 1908

Ludwigsvorstadt * Josef Durmer, der Besitzer des „Hotels Frankfurter Hof“, Schillerstraße 49, besuchte eine Veranstaltung von Karl Valentin und engagiert ihn umgehend für ein dauerhaftes Engagement an seiner renommierten „Volkssängerbühne“.

Am 1. Juli tritt der 26jährige Künstler erstmals im „Frankfurter Hof“ für eine Gage von 5.- Mark am Abend auf.

Zum gleichen Zeitpunkt meldet er sein Gewerbe als „Singen im Stadtbezirk“ an.
Nun ist er „amtlich gemeldeter Volkssänger“.

15. August 1908

München * Mit dem neuen „Bayerischen Gemeindewahlrecht“ wird die „Verhältniswahl“ eingeführt.

September 1908

Theresienwiese * Das „Schottenhamel-Festzelt“ wird auf 8.000 Plätze erweitert. 

16. September 1908

Wien - Petersburg * Österreich-Ungarn und Russland beschließen, dass Österreich Bosnien und Herzegowina erhält.

Russland soll im Gegenzug die freie Durchfahrt durch den Bosporus und die Dardanellen erhalten. 

Oktober 1908

Au * Nachdem sich seine finanzielle Lage verbessert hat, holt Karl Valentin seine Mutter aus Zittau nach München.

Sie wohnen in der Ackerstraße 1 in der Au.

1. Oktober 1908

Lehel * Lion Feuchtwanger zieht in die Gewürzmühlstraße 3. 

5. Oktober 1908

Österreich - Bosnien - Herzgowina * Österreich-Ungarn „annektiert“ - ohne Rücksprache mit den Großmächten - Bosnien und Herzegowina, gliedert sie also in die „k.u.k. Monarchie“ ein.  

Die Großmächte Frankreich, England und Russland sowie die Balkanstaaten protestieren gegen die „österreichische Annektion“.  
Ein Krieg wird nur verhindert, weil sich das „Deutsche Reich“ mit Hinweise auf die „Nibelungentreue“ auf die Seite von Österreich-Ungarn stellt. 

20. November 1908

Berlin * Die Komödie „Moral“ von Ludwig Thoma wird in Berlin uraufgeführt. 

21. November 1908

München * Einen Tag nach der Uraufführung in Berlin wird die von Ludwig Thoma geschriebene Komödie „Moral“ auch in München erstmals aufgeführt. 

3. Dezember 1908

Au * Der von Hans Grässel geschaffene Neubau für die „Kreislehrerinnenbildungsanstalt für Oberbayern“ in der Frühlingstraße (heute: Eduard-Schmid-Straße) wird seinem Zweck übergeben. 

10. Dezember 1908

Au * Der „Brunnenweibchen-Brunnen“ an der Gebsattelbrücke geht in Betrieb.


Verwendet in Führung:

12. Auf den Spuren eines Genies - Karl Valentin



Baderwirt, Aquarium, Armer magrer Mann, Dachauer Straße 1a
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