2017-02-26 1856 - Tivoli, Ludwigs-Walzmühl-Gesellschaft, Generalversammlung, Aktionäre, Ausflugslokal Tivoli - in München-Geschichte


Juli 1856

Christian August Ernst muss zurücktreten

Tivoli * Christian August Ernst wird von der „Generalversammlung der Aktionäre“ gezwungen, von der Leitung der „Ludwigs-Walzmühl-Gesellschaft“ zurückzutreten und die Mühle verhältnismäßig günstig an die „Gemeinschaft der Aktionäre“ zu verkaufen.

Für die Mühle und und das Ausflugslokal „Tivoli“ erhält er 59.000 Gulden. Die Aktionäre wollen keinesfalls auf das „Tivoli“ verzichten.


1856

Suchbegriffe

Tivoli, Ludwigs-Walzmühl-Gesellschaft, Generalversammlung, Aktionäre, Ausflugslokal Tivoli,

Weitere Ereignisse im Jahr 1856

1856

Maxvorstadt * Der Ex-König Ludwig I. bestimmt die „Sankt-Bonifaz-Kirche“ zur „Grabkirche“.

1856

München * Das „Stadtgericht München“ und das „Stadtgericht rechts der Isar“ werden in „Bezirksgerichte“ umbenannt.

1856

Bogenhausen * Joseph Selmayr sen. ist Bauer auf dem Bogenhausener „Hanslmarterhof“.

1856

Au - Isarvorstadt * Wegen des großen Erfolgs der „Schweiger-Theater“ bei allen Bevölkerungsgruppen bittet „Hoftheaterintendant“ Franz Dinglstedt das „Innenministerium“, das „Interesse seines Hoftheaters“ gegen die lästige Konkurrenz aus der Vorstadt zu schützen.

So kommt es zum „Aufführungsverbot klassischer Dramen“.

1856

Haidhausen * Früher endete die Kirchenstraße bei der alten Haidhauser „Sankt-Johann-Baptist-Kirche“.

Der sich östlich anschließende Feldweg hatte den amtlichen Namen „auf dem Laimb“. Umgangssprachlich hieß er „Loretto-Steig“ oder „Gemeinstraß nach Loretto“.

Nun heißt die Straße offiziell „Bergerstraße“.

1856

Berlin * Der Berliner Baumeister Friedrich Hoffmann erfindet den „Ringofen“.

Damit kann die „Ziegelherstellung“ wesentlich kostengünstiger und energiesparender erfolgen.

1856

Kreuzviertel - Au - Haidhausen * Das „Bezirksgericht links der Isar“ residiert in der Weitegasse, der heutigen Ettstraße.

Der Sitz des „Bezirksgerichts rechts der Isar“ befindet sich in der Ohlmüllerstraße 8 am Mariahilfplatz.

Der Amtssitz des „Landgerichts links der Isar“ ist auf dem „Lilienberg“, der des „Landgerichts rechts der Isar“ in der Kirchenstraße 6.

1856

Lehel * Das „Karussell“ am „Chinesischen Turm“ entsteht.
(Nicht schon 1823!)

1856

Kreuzviertel * Das „Café Probst“ gilt als erstes Münchner „Prachtcafé“

Es entsteht auf dem Areal des Gasthofs „Zum Oberpollinger“

Ab 1856

Lehel * Als einziger plastischer Schmuck verbleiben auf dem „Forum“ die vier - von 1856 bis zum Jahr 1868 aufgestellten - Bronzedenkmäler vor dem „Regierungsgebäude“ und dem (alten) „Nationalmuseum“:

  • des „Armeeführers“ Deroy,
  • des „Philanthropen“ Graf Rumford,
  • des „Optikers“ Fraunhofer und
  • des „Philosophen“ Schelling.

Die ursprünglich geplanten vier Fontänen werden zunächst auf zwei verringert und fallen dann den weiteren Planungen ganz zum Opfer.

3. Januar 1856

Kreuzviertel * Das unbestreitbar erste große Kaffeehaus Münchens mit einer aufwändigen Ausstattung ist das „Café Probst“ an der Neuhauser Straße.

Es befindet sich von 1856 bis 1903 an der Stelle des heutigen „Kaufhauses Oberpollinger“.  

Zur Eröffnung vermerkt der Münchner Stadtchronist: „[...] viel bewundert wurden [...] die Schnitzereien des Buffetts und die Oelgemälde im Billardsaale, die Szenen aus dem Caféhaus-Leben darstellten“.  

Gewölbte und glasgedeckte Raumkompartimente, getrennt durch Säulen und Karyatiden, wechseln sich ab; Stuckornamente überziehen die Wände.
König Ludwig I. soll bei der Besichtigung geäußert haben: „Was, was! Stuck! So viel Stuck! Was bleibt mir dann noch für meine Kirchen!“

Der Vergleich zu den kargen Kaffeestuben macht das Aufsehen, welches das „Café Probst“ erregt, nachvollziehbar.
Dabei hat König Ludwig I. angeblich bezweifelt, „dass ein so nobles Kaffeehaus sich halten kann“

12. April 1856

München * Der „Kgl. privilegierten Aktiengesellschaft der bayerischen Ostbahnen“ wird die Durchführung der „längst allgemein als dringendes Bedürfnis erachteten“ Baumaßnahme übertragen.

Die „Ostbahn-Aktiengesellschaft“ besitzt ein Kapital von 60 Millionen Gulden.
Beteiligt sind unter anderem die Bankhäuser Rothschild, Eichthal, Hirsch und Bischofsheim, die Fabrikbesitzer Cramer und Klett, die „Kgl. Bank“ in Nürnberg sowie Maximilian von Thurn und Taxis.

Als „Direktor der Gesellschaft“, dem der gesamte Bau und die Betriebsführung anvertraut wird, kann Paul Camille von Denis gewonnen werden, der schon beim Bau der Strecke „Nürnberg - Fürth“ und „München - Augsburg“ tätig war. 

12. April 1856

Graggenau - Lehel * Mit dem „Generalplan über die Maximilianstraße“ ist die endgültige Lösung gefunden.

5. August 1856

Maxvorstadt * Adolf Friedrich von Schack kauft ein Haus in der Brienner Straße 22, später 19.

Es ist das „Pallavicini‘sche Haus, [...] ein artiges Gebäude mit großen Spiegelscheiben, aber jenseits der Propyläen“.

16. August 1856

Sydney * Lola Montez kommt mit ihrem Ensemble in Sydney an. 

23. August 1856

Sydney * Lola Montez tritt mit „Lola Montez in Bavaria“ im überfüllten „Victoria Theatre“ in Sydney auf.  

Diese höchst erfolgreiche „Sensationsstory“ führen die Señora zu weiteren großen Erfolgen in den Weiten des australischen Kontinents. 

Oktober 1856

Graggenau - Lehel * Die Maximilianstraße ist nach über dreijährigen Bauarbeiten fertiggestellt.

Die Länge vom Max-Joseph-Platz bis zur Isar beträgt 1.664 Meter, breit ist die Straße dreiundzwanzig Meter. Das „Forum“ ist 82 Meter breit und 379 Meter lang.

Abschließend werden die Grünflächen im „Forum“ hergestellt und mit „Rosskastanien“ bepflanzt.

Entlang der Straße pflanzt man „Platanen“. Diese vertragen allerdings das Münchner Klima nicht und sterben ab, weshalb sie durch „Bergahorn“ ersetzt werden.


Verwendet in Führung:

15. Lehel



Tivoli, Ludwigs-Walzmühl-Gesellschaft, Generalversammlung, Aktionäre, Ausflugslokal Tivoli