2017-02-23 1853 - Wein, Baierwein, Anbaufläche - in München-Geschichte


1853

Der „Baierwein“ wird auf einer Fläche von 180 Hektar angebaut

Niederbayern * Der „Baierwein“ wird auf einer Fläche von 180 Hektar angebaut.


1853

Suchbegriffe

Wein, Baierwein, Anbaufläche,

Weitere Ereignisse im Jahr 1853

1853

Haidhausen * Im „Kloster der Frauen vom guten Hirten“ in Haidhausen gibt es 25 „Chorschwestern“, 25 „Laienschwestern“ und 4 „Pförtnerinnen“.

1853

Theresienhöhe * Die „Ruhmeshalle“ hinter der „Bavaria“ auf der „Theresienhöhe“ wird eingeweiht.

1853

München * Joseph Anton von Maffei übernimmt den Vorsitz der „Aktiengesellschaft für die Dampfschiffahrt auf Inn und Donau“.

1853

Hirschau * Die im „Maffei-Werk Hirschau“ gebaute Lokomotive „Die Pfalz“ für die „Bayerische Pfalzbahn“ erreicht bereits 120 km/h.

1853

München - Starnberg * Der weitere Ausbau des Eisenbahn-Streckennetzes wird angegangen.

Ulrich Himbsel, der ehemalige „Baudirektor der München-Augsburger-Eisenbahngesellschaft“, beginnt, trotz der anfänglich auftretenden Probleme mit der Finanzierung, mit dem Streckenbau zu dem „an Naturschönheiten so reichen Starnberger See“.   

Die Linie zweigt hinter Pasing nach Süden ab und erfreut sich beim „gebirgssinnigen Münchner Publikum“ bald großer Beliebtheit. 

1853

Lehel * Die Erweiterung der „Anna-Kirche“ ist vollendet, doch der expansive Bevölkerungszuwachs in der „Anna-Vorstadt“ macht einen Kirchenneubau unbedingt notwendig.  

Dieser soll aber erst knapp fünfzig Jahre später in Form der „St.-Anna-Basilika“ entstehen.  
In der Zwischenzeit müssen die „Lechler“ mit der maximal 700 Gläubigen Platz bietenden ehemaligen Klosterkirche vorlieb nehmen. 

1853

München - Rom * König Max II. nimmt Friedrich Bürklein auf seine Romreise mit.

1853

Haidhausen * Das „Gronimus-Anwesen“ in Haidhausen kommt in den Besitz des Brauersohnes Georg Fenk aus Vilsbiburg.

Er verkauft den gesamten Grundbesitz in Einzelteilen.

Das Anwesen - ohne Ackerland - kauft der Haidhauser „Großwirt“ Franz Paul Wagner.

1853

Isarvorstadt - Museumsinsel - Lehel * Die Insel zwischen den beiden Isarbrücken wird „Kohleninsel“ genannt.

1853

Deutschland * Die junge spanische Tänzerin Pepita de Olivia löst nach einigen Gastauftritten in Deutschland einen wahren „Pepita-Rummel“ aus.

1853

Angerviertel - Au * Über Brathmanns Tochter Katharina gingt die „Singlspielerbrauerei“ als Aussteuer in die Ehe mit dem Grünwalder Wirtssohn und Brauer Mathias Wild ein.

Der neue „Bräu“ vervierfacht die Leistung des Betriebs innerhalb kürzester Zeit. Im Jahr 1853 erreicht er mit 3.481 versottenen Schäffel Malz seine Höchstleistung.

1853

Untergiesing * Simon von Eichthal erhält die Konzession zur Umwandlung der „Giesinger Mühle“ in eine „Kunstmühle“.

Als solche bezeichnet man in der Mitte des 19. Jahrhunderts einen technisch voll automatisierten Mühlenbetrieb, bei dem der Transport des Getreides zu den „Reinigungsmaschinen“, den „Schälmaschinen“ und den „Spitzgängen“, von diesen zu den „Mahlgängen“, „Sortiermaschinen“ usw. durch mechanische Vorrichtungen in Gang gehalten wird und sämtliche Arbeiten vollautomatisch ablaufen.

Februar 1853

Cincinnati * Lola Montez tritt in Cincinnati/Ohio auf. 

März 1853

Haidhausen * Dem Haidhauser „Kirchenbau-Ausschuss“ wird die „Errichtung einer Ziegelei“ genehmigt.

Der „Ziegelstadel“ erhält den Namen „Kirchstein“.

11. März 1853

Amerang * Anton Feldmüller stirbt in Kirchensur bei Amerang. 

Seine Ehefrau Theres tritt das Erbe an.

Um den April 1853

Vorstadt Au * Lorenz Meiller kann der Witwe des Georg Buchwieser um 2.450 Gulden die „Waffenschmied-Gerechtsame“ abkaufen.

Nun stellt das Unternehmen zunächst Bauwerkzeuge wie Pickel, Schaufeln, Hauen und Hacken her.

1. April 1853

Eggenfelden * Theres Feldmüller pachtet - gemeinsam mit ihrem Vetter Franz-Xaver Huber, Gastwirtssohn aus Zolling bei Freising, - die Wirtschaft beim „Freiherrlich von Closen‘schen“ Bräu- und Wirtsanwesen zu Eggenfelden und betreibt diese bis zum 1. Mai 1855.

1. Mai 1853

Cincinnati - Panama City * Lola Montez, die „pikante Abenteuerin“, reist mit dem Schiff „Philadelphia“ in Richtung Panama City ab. 

5. Mai 1853

Panama City - San Francisco * Lola Montez besteigt den Raddampfer „Northener“, um mit ihm nach San Francisco zu reisen. 

21. Mai 1853

San Francisco * Lola Montez trifft in der Bucht von San Francisco ein.

„Die Stadt hatte geflaggt, zahlreiche Musikkapellen marschierten durch die Straßen, Kinder streuten Blumen, Salutschüsse wurden abgefeuert“.
Ein „Triumphzug“ für Lola Montez. 

12. Juli 1853

San Francisco * Lola Montez heiratet Patrick Hull, den Miteigentümer der Zeitschrift „San Francisco Whig“.  

Er ist irischer Abstammung.  
Die Ehe wird bereits im November wieder geschieden. 

18. Juli 1853

Graggenau - Lehel * Nachdem das königliche Einverständnis zur Erhöhung des „Pflasterzolls“, der „Weinsteuer“ und des „Malzzuschlags“ vorliegt, beginnt die Stadt, unter Leitung des noch jungen „Bauingenieurs beim Stadtbauamt“ Arnold Zenetti, mit den Straßenbauarbeiten zur Maximilianstraße. 

Die gewünschte Auffüllung der Bäche wird abgelehnt, da dies den wirtschaftlichen Ruin für den Münchner Osten bedeuten würde. Deshalb werden später viele Kellergeschosse aus den massiv gemauerten Bacheinfassungen hergestellt.

24. Juli 1853

München * „Oberst“ Franz Freiherr von Hörmann zu Hörbach legt einen „Sicherheitsbericht“ für München vor.

Er trägt den Titel: „Erläuterungen zum Entwurfe der militärischen Dispositionen für die Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit der Haupt- und Residenzstadt München behufs Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung“.

Es war die Angst vor einer neuen Revolution, die König Max II. seine Armee auf einen „Bürgerkrieg“ vorbereiten lässt.
Um verbindliche Vorschläge auszuarbeiten, gründet er eine „Special-Commissorium“.

Inhaltlich geht „Oberst“ Hörmann von einem Bedrohungsszenario aus, wonach „der inländische Pöbel - durch auswärtiges Proletariat verstärkt - bei Tag und Nacht ohne Hindernis in die Stadt eindringen kann, theils um die größten Schätze des Staates und des Landes zu plündern, theils um die heillosen Umtriebe der machtlosen Umsturzpartei in Vollzug zu setzen“.

Freiherr von Hörmann fügt noch eine interessante „Eintheilung der Tumulte in vier Klassen“ bei.

  • Als Erste und harmloseste Klasse bezeichnete er darin „Tumulte ohne insurreaktionäre politische Tendenz“, etwa die „Studenten- und Handwerkertumulte“ oder die Münchner „Bierkrawalle“.
  • Als nächste Kategorie folgen „Politische Tumulte durch demokratische Umtriebe der republikanisch gesinnten Umsturzpartei veranlaßt“.
    Als Beispiel führt er die „Märzrevolution“ von 1848 an.
  • Als dritte Klasse bezeichnet er „Tumulte mit kommunistischer Tendenz“.
    Der erzkonservative „Oberst“ verschließt dabei aber keineswegs die Augen vor der bitteren Armut vieler Zeitgenossen und fordert zur Vorbeugung eine „effektive staatliche Sozialpolitik“.
  • Die Letzte und zugleich gefährlichste Form der Unruhe klassifiziert der Militarist die „Tumulte durch Theuerung, Mißwachs und Hungersnoth veranlaßt“.

Sein konkreter Vorschlag beinhaltet die Erhöhung der Zahl der Kasernen in der Innenstadt und weitere flankierende Maßnahmen, um die „Hauptverteidigungspunkte“ zu schützen. Dazu zählen unter anderem - neben der „Residenz“ - das „Nationaltheater“, das „Postgebäude“, die „Münze“ und den „Alten Hof“.

August 1853

Grass Valley * Lola Montez lässt sich in der „Goldgräbersiedlung“ Grass Valley nieder und kauft sich dort ein Haus. 

16. August 1853

Bad Ischl * In Bad Ischl soll die Verlobung des österreichischen Kaisers Franz Joseph I. mit der 19-jährigen Herzogin Helene in Bayern gefeiert werden.

Doch es kommt anders.
Dem 23-jährigen Regenten gefällt seine drei Jahre jüngere Cousine Elisabeth „Sisi“ ganz einfach viel besser. 

18. August 1853

Wien - München * An seinem 23. Geburtstag hält der österreichisch-ungarische Kaiser Franz Joseph I. um die Hand seiner Cousine Herzogin Elisabeth „Sisi“ in Bayern an.

In der Überzeugung „einem Kaiser von Österreich gibt man keinen Korb“ stimmt das herzogliche Haus der Verlobung zu.

Herzog Max in Bayern und die kaiserliche Administration einigen sich auf eine „Mitgift“ in Höhe von 50.000 Gulden, dazu Kleider und Schmuck.

10. September 1853

Graggenau - Angerviertel * Die letzte „Schranne“ auf dem „Schrannenplatz“.

Sie wird seither in der neu errichteten „Schrannenhalle“ an der Blumenstraße abgehalten.

28. November 1853

München * An seinem 43. Geburtstag stiftet König Max II. den „Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst“.

Der Bayernregent beruft bedeutende Gelehrte nach München, die von der Bevölkerung als „Nordlichter“ tituliert werden. Er will so die Hofgesellschaft mit den geistigen Koryphäen beleben.

Da diese Elite aber häufig „nicht-adelig“ ist, erhalten sie keinen Zutritt zum „Königlichen Hof“. Mit der Verleihung des „Maximiliansordens“ erwirbt man die „dritte Rangklasse“ und damit den „Hofzutritt“.


Verwendet in Führung:

10. München - Weinstadt & Biermetropole



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