2017-02-23 1984 - Oktoberfest, Kreisjugendring, tz, Alkoholmissbrauch - in München-Geschichte


12. Oktober 1984

Der „Kreisjugendring“ startet einen Aufruf zum „Alkoholmissbrauch

Theresienwiese * Der „Kreisjugendring“ startet in der „tz“ einen Aufruf.

In diesem heißt es:
„Wir suchen Beweise! Fotos, Berichte, Statistiken - alles, was beweist, dass das Oktoberfest für viele weniger Gaudi und mehr Alkohol ist.
Jugendliche sind Hauptopfer dieser Alkohol-Alleinherrschaft!“


1984

Suchbegriffe

Oktoberfest, Kreisjugendring, tz, Alkoholmissbrauch,

Weitere Ereignisse im Jahr 1984

1984

Karlsruhe * Die „Generalbundesanwaltschaft“ verweigert eine Wiederaufnahme des Verfahrens zum „Wiesn-Attenat“

1984

Englischer Garten - Hirschau * In der Gyslingstraße in der „Hirschau“ wird ein neuer „Kiosk“ gebaut.

1984

Graggenau * Die Madonna auf der „Mariensäule“ ist nun „ölvergoldet“ und damit hochglänzend. 

1984

Obergiesing - Bogenhausen * Die „Fachakademie für Sozialpädagogik“ zieht in das „Anton-Fingerle-Zentrum“ in Giesing um.

In den aufgelassenen Räumen in Bogenhausen findet  die „Berufsschule für Jungarbeiterinnen und Jungarbeiter“ Unterkunft.

16. Januar 1984

Angerviertel * Im „Vollmar-Haus“ wird die bundesweit erste Regionalgruppe der „Aids-Hilfe“ gegründet. 

Die Gründung des Vereins ist „eine politische Reaktion auf eine noch nicht sichtbare Bedrohung“.

Die Berichterstattung in Deutschland über Aids stellt einen Angriff auf die Münchner „Schwulenszene und deren Lebensstil“. dar. 

10. März 1984

München * Der U-Bahn-Streckenabschnitt [U 5] zwischen Stachus und Westendstraße wird eröffnet. 

18. April 1984

Au * Die Eigentümer des „Karl-Valentin-Geburtshauses“ in der Zeppelinstraße 41, Bernhard Sprenger und Evelyn Hofer, wollen das Haus abreißen und durch einen Neubau ersetzen. 

12. Juli 1984

München * Ein Unwetter zieht über den Münchner Osten und hinterlässt eine Schneise der Verwüstung.  

Gegen 20:05 Uhr fallen Hagelkörner, zum Teil so groß wie Tennisbälle, auf die Erde.  
Sie durchschlagen Dachplatten und Fassadenverkleidungen.  
Aus Pflanzen und Gemüse wird in wenigen Minuten Matsch.  

  • 400 Menschen werden so stark verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen,  
  • Drei Menschen sterben vor Aufregung.  
  • Rund 70.000 Wohngebäude werden zum Teil erheblich beschädigt,  
  • ebenso 1.000 Gewerbebetriebe, darunter viele Gärtnereibetriebe, deren Gewächshäuser zu Bruch gehen.  
  • 20.000 Hektar landwirtschaftlicher Flächen werden durch den Hagel umgepflügt,  
  • 150 Flugzeuge werden von den Hagelkörnern demoliert,  
  • über 200.000 Autos werden zerbeult.  

Nach 20 Minuten ist alles vorbei. Doch das hat gereicht.  
Das Unwetter richtet den bisher größten Schaden in Deutschland an.  
Die Versicherungen müssen insgesamt 1,5 Milliarden DMark an Entschädigungen zahlen. 

September 1984

Theresienwiese * Die aus dem Jahr 1911 stammende Forderung des „Verbands zur Bekämpfung betrügerischen Einschenkens“ nach Erhöhung des Schaumraumes in den Krügen oberhalb des Eichstrichs auf 4 Zentimeter wird nach 73 Jahren endlich umgesetzt.

September 1984

Theresienwiese * Günter Jauch, Journalist beim „Bayerischen Rundfunk“, findet heraus, dass in Richard Süßmeiers „Armbrustschützenzelt“ aus einem „Hirschen“ (200-Liter-Fass) 289 Mass Bier ausgeschenkt werden.

Süßmeier nimmt das Ganze auf die leichte Schulter und macht sich lustig darüber. Peter Gauweiler, „CSU-Stadtrat“ und „Kreisverwaltungsreferent“, geht gegen Süßmeier wegen „Betrügerischen Einschenkens“ vor.

Der „Wiesnwirt“ beruft daraufhin eine Pressekonferenz ein, verkleidet sich als Gauweiler und hängt Gauweiler-Plakate mit dem Schriftzug „Gauweiler sieht Dich!“, „Gauweiler paßt auf!“ und „Gauweiler is watching you!“ an die Zeltwände.

Sein „Schankkellner“ Biwi Wallner zeigt schließlich noch, wie man aus einem ganzen Hendl drei halbe Hendl machen kann. Dass er zuvor eine Hälfte hatte einnähen lassen, finden nicht Alle lustig. Allen voran Peter Gauweiler.

Bei der darauf folgenden einer Razzia in Süßmeiers „Armbrustschützenzelt“ werden 23 „Verstöße gegen das Ausländerrecht“ festgestellt.
Einige Hilfskräfte haben illegal gearbeitet.

Süßmeiers Beteuerungen, er habe davon nichts gewusst, glaubt die Gegenseite natürlich nicht - und handelt: Gauweiler entzieht Süßmeier die „Festzeltkonzession“.

Zwei Tage später wird mit Helmut Huber ein neuer Wirt eingesetzt.

September 1984

Theresienwiese * Die Gastronomen-Familie Roland und Doris Kuffler übernimmt den Weinausschank im „Nymphenburg-Sekt-Zelt ‚Zum Weinwirt‘“, wie der Betrieb offiziell heißt. 

Das „Weinzelt“ wird als völlig neues Zelt eröffnet. 

September 1984

Theresienwiese * Der Chef des „Hofbräuhaus-Festzeltes“, Günter Steinberg, öffnet eine eigene Schänke, bei der sich die Gäste ihren Masskrug auffüllen lassen können, wenn er zu schlecht eingeschenkt ist.

November 1984

Maxvorstadt * Der „AFN“ zieht von der Kaulbachstraße 15 ein paar Häuser weiter in die Kaulbachstraße 45.


Verwendet in Führung:

34. Bierzelt-Rallye auf dem Oktoberfest



Oktoberfest, Kreisjugendring, tz, Alkoholmissbrauch