2017-02-27 1385 - Wein, Weinmarkt, Amtsleute, Ungelt, Verbrauchersteuer, Bier - in München-Geschichte


1385

Städtische „Amtsleute“ überwachen den „Weinmarkt“

Graggenau * Städtische „Amtsleute“ überwachen den „Weinmarkt“.

Schon sehr früh entdeckt man den Wein als sprudelnde Einnahmequelle. Eine „Verbrauchssteuer“, das „Ungelt“, in Höhe von 4 Mass vom Eimer (circa 60 Mass) wird vom Herzog erhoben.

Das Bier bleibt zunächst vom „Ungelt“ befreit.


1385

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Wein, Weinmarkt, Amtsleute, Ungelt, Verbrauchersteuer, Bier,

Weitere Ereignisse im Jahr 1385

1385

München * Es kommt zu einer großen Umsiedelungsaktion.  

Die Flößer, Fischer und Färber müssen ihre Wohnstätten im später so genannten „Lehel“ aufgeben und in die erweiterte Stadt umziehen.  
Damit liegen außerhalb der Stadttore nur mehr die Mühlen, die „Länden“ und die „Bleichen“.  

Doch langsam füllt sich die Gegend wieder auf.  
Die „Färbhäuser“, der „Lohstampf“, „Hammer- und Klingenschmiede“, „Waschhäuser“ liegen nun wieder vor dem „Wurzer-“ und dem „Schiffertor“.  
Andere Werksanlagen werden bei der Stadterweiterung aus der Stadt verlegt oder entstehen im Laufe der Zeit neu.  

Fast alle diese Werksanlagen oder Gewerke gehören der Stadt und werden von ihr verpachtet.  
Zum Teil hat die Stadt die Anlagen selbst wieder von der „herzoglichen Hofkammer“ geliehen.  

Damit kommen wir zur Entstehung des Namens „Lehel“, denn den Begriff „Pacht“ kannte man im Mittelalter nicht.  
Der in dieser Zeit übliche Name hieß „Leihe“ und das geliehene Gut war das „Lehen“.  

Die genannten Gewerke sind also „Lehen“, deren Bau- und Unterhaltspflicht für Gebäude und Anlagen generell bei der Stadt liegt. 

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Graggenau * Die „Franziskaner- Mönche“ beziehen  - nach einem jahrzehntelangen Provisorium - wieder einen richtigen „Konventbau“.

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München * In der ältesten „Ungeltordnung“ ist vom „Frankenwein“ die Rede.


Verwendet in Führung:

10. München - Weinstadt & Biermetropole



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