2017-02-27 1694 - Kloster Lilienberg, Gaisberg, Gaißreitterische Kapelle, Albertinisches Haus - in München-Geschichte


1694

In dem kleinen „Albertinischen Haus“ siedeln drei „Jungfrauen“

Au * In dem kleinen „Albertinischen Haus“ auf dem „Gaisberg“ siedeln drei „Jungfrauen“, die als Laienschwestern hier ein gottgefälliges Leben führen wollen.


1694

Suchbegriffe

Kloster Lilienberg, Gaisberg, Gaißreitterische Kapelle, Albertinisches Haus,

Weitere Ereignisse im Jahr 1694

Um 1694

Au * Das „Hofkrankenhaus für kurfürstliche Hofbedienstete“ wird von Bogenhausen an den heutigen Kolumbusplatz verlegt.

Das „Hofkrankenhaus“, mit dem großen, im Süden anschließenden Gartenanlagen, wird mehrmals erweitert.

1694

Berg am Laim * Das Altargemälde „Michaels Triumpf über Lucifer“ entsteht.

Es wird anno 1767 erweitert und am Hochaltar der Berg am Laimer „Michaelskirche“ eingesetzt.

Anno 1694

Au * Auf dem Mariahilfplatz werden „zum Schutze der Andächtigen vor Regen und Sonnenbrand“ Linden gepflanzt.

Um 1694

Pustertal * Simon Troger, der als Elfenbeinschnitzer bekannt gewordene Bildhauer, wird im Pustertal geboren. 

18. Januar 1694

Hildesheim * Der Kölner Kurfürst Joseph Clemens wird zum „Koadjutor“ (Nachfolger) für den Bischof von Hildesheim gewählt.

1. Februar 1694

Lüttich * Der Lütticher Fürstbischof Johann Ludwig von Elderen stirbt völlig unerwartet.

Baierns Kurfürst Max Emanuel, der zu diesem Zeitpunkt „Generalstatthalter der Spanischen Niederlande“ ist, fordert seinen Bruder Joseph Clemens auf, unter Hintansetzung „aller gemächtlichkeit, auch etwa sonst vorzustellen habender anderwerttigen erinderungen“ sofort nach Lüttich aufzubrechen, um dort persönlich in den Wahlkampf einzugreifen.

19. März 1694

Lüttich * Kölns Kurfürst Joseph Clemens und der baierische Kurfürst Max Emanuel treffen in Lüttich ein.

„Pfalzgraf“ Ludwig Anton, „Koadjutor des Bistums Mainz“ und „Hochmeister des Deutschritterordens“, hat inzwischen enormen Eindruck im Lütticher „Domkapitel“ hinterlassen.
Er wird auch von Kaiser Leopold I. gefördert.

19. April 1694

Lüttich * Am Vorabend der Wahl zum Bischof von Lüttich zählt die „baierische Partei“ 24 Stimmen.
Das sind zwei Stimmen mehr als die „pfälzische Partei“ hat. 

Kurfürst Max Emanuel hatte seinem Unterhändler die Order gegeben, Parteigängern seines Bruders zu „beliebiger Summe zu kaufen“.

20. April 1694

Lüttich * Unmittelbar vor Beginn der „Bischofswahl“ ziehen die für „Pfalzgraf“ Ludwig Anton eingestellten kirchlichen Würdenträger aus dem „Kapitelsaal“ aus. 

Die „baierische Partei“ wählt daraufhin Kurfürst Joseph Clemens zum neuen Lütticher Bischof.

21. April 1694

Lüttich * In einem eigenen Wahlakt wählt die „pfälzische Partei“ ihren Kandidaten Ludwig Anton.

4. Mai 1694

Lüttich * Pfalzgraf Ludwig Anton stirbt an einer in Lüttich grassierenden Seuche.

Damit ist der „Pfalzgraf“ als Konkurrent um das Bistum Lüttich ausgeschieden.
Papst Innozenz XII.kann dadurch Kurfürst Joseph Clemens - ohne auf die Vorgänge der Wahl eingehen zu müssen und ohne Stellung zu Fragen der besseren Legitimität des baierischen Bewerbers zu nehmen - das Amt des „Fürstbischofs von Lüttich“ übertragen. 

Um sich nicht dem Vorwurf der „Nachgiebigkeit gegenüber dem Haus Baiern“ und der „Parteilichkeit“ aussetzen zu müssen, entzieht Papst Innozenz XII. daraufhin Bischof Joseph Clemens die Bistümer Freising und Regensburg, indem er sie für „vakant“ erklärt und die dortigen „Domkapitel“ zur Wahl eines neuen Bischofs auffordert.

In Erinnerung an die „Reformbeschlüsse des Konzils von Trient“, welche die „Anhäufung von geistlichen Pfründen“ als „unerträglichen Missstand“ brandmarkten, sieht sich der Papst zum Handeln gezwungen.

Um den Besitzstand des 22jährigen Kurfürsten ein wenig zu beschneiden, greift der Papst zum Mittel der Einziehung der eher unbedeutenden Bistümer Freising und Regensburg.
Gleichzeitig sichert er ihm aber die
„Nachfolge in Hildesheim“ zu.

19. Mai 1694

München * Der „Ehevertrag“ über die Vermählung Max Emanuels mit der polnischen Prinzessin Therese Kunigunde wird unterzeichnet.

19. August 1694

Warschau * Die „Prokuravermählung“ zwischen Baierns Kurfürsten Max Emanuel und der polnischen Prinzessin Therese Kunigunde findet in Warschau statt.


Verwendet in Führung:

03. Der Gasteig - Ein Stück Alt-München
06. Die nördliche Au
16. „An jedem Eck a Gaudi“ - Die Münchner Volkssänger



Kloster Lilienberg, Gaisberg, Gaißreitterische Kapelle, Albertinisches Haus