2017-02-23 1826 - Napoleonische Befreiungskriege, Karolinenstraße, Barer Straße, Arcisstraße, Katharina-von-Bora-Straße, Amalienstraße, Königsstraße, Königsplatz, Fürstenweg, Prinzregentenstraße, Brienner Straße - in München-Geschichte


März 1826

Straßenbenennung nach den „Napoleonischen Befreiungskriegen“

Maxvorstadt * Die an die „Napoleonischen Befreiungskriege“ erinnernden Straßenumbenennungen erfolgen.

  • Aus der Karolinenstraße bzw. Wilhelminenstraße wird die „Barer Straße“,
  • aus der Ludwigstraße die „Arcisstraße“, die die heutige Katharina-von-Bora-Straße mit einschließt, die vor 1826 den Namen Amalienstraße trägt.
  • Die Königsstraße, die ab dem „Königsplatz“ Kronprinzenstraße heißt und aus dem ehemaligen „Fürstenweg“ nach Nymphenburg entstanden sind, wird zur „Brienner Straße“

1826

Suchbegriffe

Napoleonische Befreiungskriege, Karolinenstraße, Barer Straße, Arcisstraße, Katharina-von-Bora-Straße, Amalienstraße, Königsstraße, Königsplatz, Fürstenweg, Prinzregentenstraße, Brienner Straße,

Weitere Ereignisse im Jahr 1826

1826

Englischer Garten - Tivoli * Johann Jakob Schöttl junior verkauft die „Neumühle“ an den Schwabinger Wirt Johann Gradl.

1826

Ludwigsvorstadt * „Oberbaurat“ Johann Nepomuk Pertsch erhält den Auftrag zur Erstellung eines kostengünstigeren Entwurfs für den Bau einer protestantischen Kirche in München. 

Als Standort für das evangelische Gotteshaus wird die Grünanlage in der Sonnenstraße festgesetzt. 

1826

Maxvorstadt - Schwabing * Erste Planungsvorstellungen von König Ludwig I. zum Bau des „Siegestores“.

Im Jahr 1826

Angerviertel - Au - Haidhausen * Ein neuer „Viehmarkt“ wird zwischen „Angertor“ und „Einlaß“ eröffnet. 

Damit endete der Schlachtviehhandel „Auf den Lüften“.

1826

München * Auf Veranlassung von König Ludwig I. werden in den „königlichen Hofgärten“ Maulbeerbäume zur Züchtung der „Seidenraupen“ angezogen und später im ganzen Land verteilt.

Bis zum Jahr 1836 sollen „im Königreiche wenigstens vier Millionen Stück stehen“.

Die Verwaltung der Landeshauptstadt München beschließt daraufhin die Gründung der ersten „städtischen Baumschulen“ im Garten der „Landwirtschaftsschule“ an der Luisenstraße und auf der „Kalkofeninsel“, in denen rund zehntausend Maulbeerbäume aus Samen herangezogen werden, die drei bis vier Jahre später eine für die „Raupenzucht“ geeignete Größe erreicht haben.

1826

Kalkutta - Bath * Die kleine Elizabeth Rosanna Gilbert, besser bekannt als Lola Montez, kommt von Kalkutta ins südenglische Bath, um im dortigen Internat eine standesgemäße Ausbildung zu erhalten.

1826

Landshut - Kreuzviertel * Die „Universität“ und das „Georgianum“ werden von Landshut nach München umverlagert.

1826

Landshut - Kreuzviertel * Mit dem Umzug der Universität von Landshut nach München dienen die Räume des ehemaligen „Karmeliten-Klosters“ zur vorläufigen Unterbringung des „Georgianums“, dem weltweit einzigen staatlichen „Priesterseminar“.

Das Provisorium hält bis 1841.

1826

Graggenau * Auf der Nordseite des „Max-Joseph-Platzes“ entsteht der „Königsbau der Residenz“.

Als städtebauliche Aufgabe verbleibt für Leo von Klenze die Südseite des Platzes, die durch die wenig repräsentative Seitenfassade des „Palais Toerring-Jettenbach“ gebildet wird. Das spielte auch lange Zeit keine Rolle, da diese Seite dem „Friedhof des Franziskanerklosters“ zugewandt war.

Mit der Neugestaltung des „Toerring-Palais“ will König Ludwig I. aber nicht nur den Platz verschönern, sondern auch die der königlichen Wohnung gegenüberliegende Front ästhetisch aufwerten. Diese Investition kann aber dem Grafen weder zugemutet noch aufgezwungen werden.

1826

Bogenhausen * Ein Hochwasser zerstört die „Wiebekingsche Brücke“ bei Bogenhausen.

1826

Bogenhausen * Eine ganz aus Holz hergestellte provisorische Isarbrücke bei Bogenhausen wird gebaut.

Diese „Interimsbrücke“ hält bis 1873.

7. Februar 1826

Maxvorstadt * Nachdem der Bankier Hirsch die notwendigen 256.644 Gulden vorfinanziert hat, kann der Grundstein für das „Odeon“, einem „Konzertsaal“ an der Ludwigstraße, gelegt werden. 

Um April 1826

Graggenau * Der ganze Streit um die Belästigungen durch das Militär wird durch eine Anweisung König Ludwigs I. hinfällig, der wegen des neuen „Königsbaues der Residenz“ der „Artillerie“ den „Max-Joseph-Platz“ als „Exerzierstätte“ entzieht.

7. April 1826

Maxvorstadt * Der Grundstein für die „Alte Pinakothek“ an der Barer Straße wird gelegt. 

9. April 1826

Angerviertel * Die „Synagoge“ in der Theaterstraße, der heutigen Westenriederstraße, wird eingeweiht.

25. April 1826

Graggenau * Christian Daniel Rauch übernimmt den Auftrag für das „Max-Joseph-Denkmal“, modelliert einen kleinen „Bozzetto“ der Sitzfigur und kommt in der Zeit vom 25. April bis 13. Mai 1826 nach München.

Da seine plastische Skizze von allen Seiten für gut befunden wird, beginnt man in München schon mal mit der Herstellung des Sockels.

Juni 1826

Graggenau * Die Kostenvoranschläge für das „Max-Joseph-Denkmal“ liegen vor.

Für die Herstellung der Modelle und deren Transport von Berlin nach München sind 72.121 Gulden veranschlagt worden. Für den Guss hat man 150.485 Gulden ausgerechnet.

Mit dem Guss des „Denkmals für König Max I. Joseph“ wird der Goldschmied, Bildhauer und Münzschneider Johann Baptist Stiglmaier beauftragt. Er hat sich, nachdem die Tradition der bedeutenden Münchner Erzgießerei des 17. und 18. Jahrhunderts längst abgerissen war, in Neapel und Berlin zum „Bronzegießer“ ausbilden lassen.

Gefördert hat ihn der „Leiter der Königlichen Münze“, Heinrich Joseph von Leprieur, der ihm auch im Jahr 1810 einen Studienplatz an der „Kgl. Akademie der Bildenden Künste“ verschafft hat.

Um August 1826

Haidhausen * In den Sommermonaten 1826 bis 1828 malt Robert von Langer, gemeinsam mit seinem Schüler August Riedel, den ansehnlichsten Raum seiner Haidhauser Villa an der heutigen Einsteinstraße mit Fresken aus.

Mit der Erschaffung des Freskenzyklus in seiner Künstlerresidenz will Robert von Langer wieder künstlerische Anerkennung erlangen und ein persönliches, weithin sichtbares Zeichen setzen.

15. November 1826

Landshut - München * Die Universität wird mit ihren rund achtzig Professoren und 1.500 Studenten von Landshut nach München verlegt. 

Der Akademiebetrieb wird im ehemaligen „Jesuitenkolleg“ abgehalten. 


Verwendet in Führung:

04. Haidhausen - Das Franzosenviertel
24. Brienner Straße
38. Richard-Wagner-Straße



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